H&S Förderung der individuellen Resilienz im Unternehmen

Augsburg, 14.01.2021 (PresseBox) – Resilienz ist im psychologischen Sinne die Widerstandsfähigkeit von Menschen gegenüber Belastungen, andauerndem Stress und Veränderungen oder Traumata. Da sind Menschen besonders resilient, die an Krisen wachsen und Veränderungen als Chance begreifen.
Fördern Sie die Resilienz Ihrer Mitarbeiter
In den letzten Jahren stieg die subjektive Stressbelastung von Mitarbeitern. Viele Beschäftigte berichten, dass in den letzten Jahren die Belastungen an ihrem Arbeitsplatz zugenommen haben. Die Krankenkassen bestätigen diesen Trend, da psychische Störungen immer mehr Krankheitstage verursachen.
Ein Ansatzpunkt ist, die Überlastungen durch Stress abzubauen. Dies erfolgt durch andere Verteilung von Arbeitsaufgaben, Verbesserung der Organisation und der Kommunikation sowie ein unterstützendes Führungsverhalten. Die hierfür gesetzlich vorgesehene Grundlage ist die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung. Der Umgang mit Stressbelastungen stärkt die Fähigkeiten und Ressourcen der Beschäftigten. Dazu gehören Kenntnisse der Stressbewältigung und des Zeit- und Selbstmanagements.
Karl-Heinz Schuster, Leadauditor und Autor: „Bei der Förderung der Resilienz handelt es sich um eine präventive und allgemein gesundheitsförderliche Maßnahme. Damit beginnen Sie nicht früh genug. Gerade in Zeiten, in denen hoher Arbeitsdruck herrscht oder mit Umstrukturierungen die Mitarbeiter verunsichert, brauchen sie Kraftquellen. Es sind Maßnahmen zur Resilienzförderung in Change-Management-Projekten einzuplanen. Von Angeboten zur Steigerung der persönlichen Widerstandsfähigkeit profitieren alle Menschen. Wir empfehlen Workshops zu diesem Thema in den prospektiven Fortbildungsplan des Unternehmens aufzunehmen. Eine gezielte Förderung der Resilienz ist bei Risikogruppen angezeigt. 
Einführung der Resilienzförderung im Unternehmen
Die Anwendung und Umsetzung der Anforderungen zu Sicherheit und Resilienz nach DIN EN ISO 22301:2020 führt Sie zum Erfolg. Die Norm verspricht ein gut geplantes und gezieltes Vorgehen. Um im Betrieb das Managementsystem zu implementieren, übernimmt ein Bereich die Verantwortung für das Thema. Im Idealfall die Personalabteilung oder das betriebliche Gesundheitsmanagement. Sie benötigen einen „Treiber“, der sich um das Thema Resilienz mit Engagement kümmert und vorantreibt. Am Anfang erfolgt eine Bestandsaufnahme. Bevor Sie starten, legen Sie sich auf ein Resilienzmodell fest. Welche Angebote und Maßnahmen gibt es im Unternehmen, die sich mit dem Thema der Widerstandsfähigkeit verknüpfen lassen? Was verstehen Sie unter Resilienz? Was gehört für Sie dazu? Erst jetzt leiten Sie aus diesem Modell Ziele ab und planen Maßnahmen. Nehmen Sie sich die Zeit, um ein passendes Konzept zur Resilienzförderung für Ihr Unternehmen zu erstellen.
Da Resilienz aus unterschiedlichen Komponenten besteht, wählen Betriebe aus, auf welche Faktoren sie ihren Schwerpunkt legen wollen. Viele Unternehmen werden vorwiegend das berufliche Umfeld in den Fokus nehmen.
Messung der Resilienz – Resilienztests
Setzen Sie bei einer Resilienztestung ein wissenschaftlich begründetes und standardisiertes Verfahren ein. Resilienz ist in der Psychologie kein einheitliches, scharf abgegrenztes Konzept. Unterschiedliche Autoren und Wissenschaftler fassen unter diesem Begriff unterschiedliche Schutzfaktoren zusammen. Sinnvollerweise fragt ein Resilienztest diese Schutzfaktoren ab.
Einen anspruchsvollen Test gibt es zum Resilienzmodell von Reich und Shatté. An der Universität Pennsylvania entwickelten die beiden das RFI (Resilience Factor Inventory). Ebenfalls auf wissenschaftlicher Grundlage hat die Universität Jena auf deutsche Verhältnisse die „Resilienzskala“ (RS) angepasst. Die beiden Tests wären zur Evaluation von Maßnahmen zur Resilienzförderung geeignet.
Konkrete Maßnahmen zur Resilienzförderung
Resilienz lässt sich nicht lehren. Sie beruht vielmehr auf der Entwicklung unterschiedlicher Fähigkeiten und Einstellungen. Es eignen sich Seminare mit Workshop- und Trainingscharakter. Darin verplanen Sie viel Raum für das Reflektieren von Erfahrungen, eigenen Verhaltensweisen und für Diskussionen. Neben den klassischen Fortbildungsangeboten gibt es noch andere Möglichkeiten, das Thema Resilienz im Unternehmen bekannt zu machen und zu fördern. Voraussetzung ist, die Unternehmensleitung steht hinter der Wichtigkeit des Themas und passt die Unternehmenskultur in diese Richtung an. Hier ergeben sich Schnittstellen zur Resilienz der Organisation („organisationale / individuelle Resilienz“).
Das Thema fördert die Personalentwicklung oder das betriebliche Gesundheitsmanagement. Die Leitung überzeugt die Belegschaft über das Resilienzkonzept mit den psychischen Belastungen im Betrieb. Es folgt die Vorstellung und Erläuterung des Maßnahmenpaketes. Die Angebote zum Stressmanagement, Zeitmanagement, Konfliktmanagement, Entspannungsangebote kombinieren sich mit Resilienz-Workshops.
Die Mitarbeiter informieren sich, welche Schwerpunkt die unterschiedlichen Angebote haben und welche sich für spezielle Fragestellungen eignen. Noch mehr Wirkung lässt sich erzielen, wenn ein Angebot zur Resilienzförderung im Rahmen einer Kampagne bekannt gemacht wird.
Nehmen Sie sich das Thema an, ihre Mitarbeiter werden es ihnen danken. Die H&S unterstützt Sie mit Seminar- und Workshopangeboten sowie Consulting / Coaching vor Ort.

Unternehmen: H&S QM-Support UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG