SH Netz kontrolliert 369 Kilometer Hochspannungsleitungen in Schleswig-Holstein per Helikopter

Quickborn, 13.01.2021 (PresseBox) – Schleswig-Holstein Netz (SH Netz), Teil der HanseWerk-Gruppe, kontrolliert seit dem 11. Januar 2021 turnusmäßig per Helikopter rund 376 Kilometer des 110.000 Volt-Netzes in Schleswig-Holstein. Aus der Luft begutachten und protokollieren zwei Techniker der HanseWerk-Tochter SH Netz den Zustand der 1.228 Masten sowie Seile, Isolatoren und Armaturen. Dazu steuert der Pilot den Hubschrauber bis auf wenige Meter an die Hochspannungsleitungen heran und verharrt für kurze Zeit im Schwebeflug neben ihnen. Auf diese Weise arbeiten sich Pilot und Crew mit höchster Konzentration Mast für Mast und Leitungsmeter für Leitungsmeter voran. Nach zwei bis drei Stunden muss der Hubschrauber dann zum Tanken landen, bevor der nächste Kontrollflug beginnen kann.
In folgenden Kreisen werden folgende Strecken kontrolliert (Tage können sich flugwetterabhängig verschieben):
11. Januar (Rendsburg-Eckernförde und Schleswig-Flensburg)
Eckernförde-Großwaabs-Ellenberg-Schwensby-Weding-Barderup-Flensburg; Struxdorf-Süderbrarup
12. Januar (Plön und Ostholstein)
Göhl- Heiligenhafen-Lütjenbrode; Lütjenburg-Trent-Stolpe-Kiel Süd-Wendtorf
13. Januar (Rendsburg-Eckernförde, Plön, Stormarn, Segeberg und Hzgt. Lauenburg)
Niendorf-Segeberg-Bornhöved-Brachenfeld-Wattenbek-Stolpe
14. Januar (Ostholstein, Stormarn, Hzgt. Lauenburg, Pinneberg und Steinburg)
Lübeck-Schwartau-Siems; Krümmel; Kummerfeld-Elmshorn-Heede-Glückstadt
15. Januar (Steinburg und Dithmarschen)
Lägerdorf-Itzehoe; Heide-Wöhrden-Reinsbüttel-Strübbel
Kontrollierte Leitungskilometer pro Kreis:
Dithmarschen: 21,6 km
Hzgt. Lauenburg: 21,5 km
Ostholstein: 20,3 km
Pinneberg: 26,9 km
Plön: 92,3 km
Rendsburg-Eckernförde: 42, 4 km
Schleswig-Flensburg: 57,9 km
Segeberg: 30,7 km
Steinburg: 37,95 km
Stormarn: 17,5 km
Die Sichtkontrolle aus der Luft trägt zur hohen Versorgungssicherheit in Schleswig-Holstein bei. Die Befliegung der 110-kV-Leitungen per Helikopter ist ein wesentlicher Bestandteil verschiedener Arten der Zustandserfassung.  Bei dieser Inspektionsart in der Leitungstrasse wird das Hauptaugenmerk auf die Leiter- und Erdseile sowie den verbauten Armaturen zwischen den Masten gelegt. Beispielsweise können Blitzeinschläge Seilschäden verursachen, die dann – mittels Befliegung erfasst – präventiv instandgesetzt werden. Zusätzlich wird der Abstand von Bäumen und Büschen zu den Hochspannungsleitungen dokumentiert und die Masten auf Vogelnester kontrolliert. Durch die besondere Perspektive und Nähe zu den Anlagen der HanseWerk-Gruppe ist die Befliegung effektiver als eine Begehung der Leitungen samt Besteigung der einzelnen Masten. Außerdem müssen während der Befliegung keine Leitungen abgeschaltet werden.
Perspektivisch möchte die HanseWerk-Tochter SH Netz gerne einen Teil ihrer Leitungskontrolle mit Drohnen durchführen. Hierzu hat der Netzbetreiber im Sommer 2020 bereits einen Testpiloten gestartet.
Die Schleswig-Holstein Netz AG im Kurzprofil
Die Schleswig-Holstein Netz AG (SH Netz) betreibt für rund 2,8 Millionen direkt oder indirekt angeschlossene Kunden Strom- und Gasleitungen in mehr als 900 Kommunen in Schleswig-Holstein. Über 400 schleswig-holsteinische Kommunen halten Anteile an SH Netz. Sie haben umfangreiche Mitspracherechte und erhalten eine Garantiedividende. Das Unternehmen beschäftigt 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an vielen Standorten in Schleswig-Holstein.
SH Netz hat als Partner der Energiewende bereits zehntausende Windräder und Solaranlagen an das Stromnetz angeschlossen. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen Energielösungen für den Norden und unterstützt den Ausbau der Elektromobilität. SH Netz engagiert sich in Innovationsprojekten für mehr Klimaschutz. Dazu gehören beispielsweise Biogas- und Power-to-Gas-Anlagen, mit denen SH Netz überschüssigen Windstrom als Wasserstoff im Erdgasnetz speichert.
Außerdem unterstützt das Unternehmen seit vielen Jahren den regionalen Spitzen- und Breitensport in Schleswig-Holstein, zum Beispiel das wahrscheinlich härteste Ruderrennen der Welt auf dem Nord-Ostsee-Kanal.

Unternehmen: HanseWerk Gruppe