Porsche-Rückruf: 7000 Fahrzeuge vom Modell Cayenne im Diesel-Abgasskandal betroffen

Lahr, 16.11.2020 (lifePR) – Im Diesel-Abgasskandal der VW-Tochter Porsche ruft das Kraftfahrt-Bundesamt rund 7000 Fahrzeuge vom Modell Cayenne zurück. Grund für den verpflichtenden Rückruf ist eine vom KBA festgestellte unzulässige Abschalteinrichtung, die entfernt werden muss. Deshalb wird laut Rückruf vom 2. September 2020 das DME-Steuergerät neu programmiert. Der Rückruf war erwartet worden.
Die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH weist darauf hin, dass beinahe die gesamten Dieselmodelle vom Cayenne über den Macan bis zum Panamera in Rückrufen verwickelt sind. Die Kanzlei rät betroffenen Verbrauchern zu einer anwaltlichen Beratung und empfiehlt dafür den kanzleieigenen kostenlosen Online-Check. Die Kanzlei gehört zu den führenden im Diesel-Abgasskandal. Die beiden Inhaber haben den Verbraucherzentrale Bundesverband in der VW-Musterfeststellungsklage vertreten, einen 830-Millionen-Euro-Vergleich ausverhandelt und mit dem Abschluss des Verfahrens deutsche Rechtsgeschichte geschrieben.
Vierter Rückruf für Porsche: Cayenne von 2015 bis 2017 betroffen
Die VW-Tochter Porsche kommt nach über fünf Jahren Diesel-Abgasskandal nicht zur Ruhe. Volkswagen hatte im Herbst 2015 zugegeben, millionenfach Abgaswerte von Dieselautos mit einer illegalen Abschalteinrichtung manipuliert zu haben. Davon waren auch die Töchter Skoda, Seat, Audi und die Nobelmarke Porsche betroffen. Hier ein kurzer Abriss über die bisherigen Rückrufe des KBA. Die Behörde veröffentlicht die Bescheide teilweise sehr spät.
Die Verwendung einer Abschalteinrichtung im Porsche Cayenne hatte der Autobauer dem KBA erst im Herbst 2017 gemeldet. Daraufhin startete am 22. Januar 2018 der verpflichtende Rückruf für knapp 7000 Porschedes Modells Cayenne in Deutschland. Betroffen waren die Baujahre zwischen 2014 und 2017. Im Cayenne ist ein Sechszylinder-V6-Motor mit einem Hubraum von 3,0 Liter Der Motor besaß bereits die Kategorie Euro 6. Der verwendete Motor „EA897“ findet sich auch in 3,0 Liter-Modellen von Audi und VW.
Am 2. November 2018 folgt dann der zweite verpflichtende Rückruf des KBA. Dieses Mal waren weltweit 432 Porsche Macan 3.0 betroffen – 13.685 Fahrzeuge davon in Deutschland. Die Ermittler hatten fünf illegale Abschalteinrichtungenin der Software des Fahrzeugmodells gefunden. Die zurückgerufenen Fahrzeuge (Baujahr 2013-2017) verfügten auch über die Abgasnorm Euro 6.
Am 18. März 2020 gab es dann den dritten Rückruf durch das KBA. Wiederum war der Porsche Cayenne betroffen – allerdings mit der Abgasnorm Euro 5. Die Baujahre 2013-2018 waren mit einer unzulässigen Abschalteinrichtung aufgefallen. Die Fahrzeuge besitzen einen V8 4.2 Liter Dieselmotor. Weltweit müssen 12.861 Diesel zurückgerufen werden – 5241 davon in Deutschland.
Der vierte Rückruf taucht dann am 2. September 2020 in der Datenbank des KBA auf. Betroffen ist wiederum der Cayenne – Baujahre 2015 bis 2017. 7008 Fahrzeuge sind weltweit mit einer unzulässigen Abschaltreinrichtung verbaut worden – in Deutschland 3636. Das KBA verrät außerdem noch, dass das DME-Steuerungsgerät neu programmiert werden muss.
Die Kanzlei rät den betroffenen Verbrauchern dazu, sich anwaltlich beraten zu lassen. Die kostspieligen Fahrzeuge sind durch die Beteiligung am Abgasskandal im Wert gemindert. Zudem hat Porsche seine Modelle überteuert verkauft. Die Verbraucher sind zweimal geschädigt worden. Im kostenfreien Online-Check  der Kanzlei lässt sich der richtige Weg aus dem Diesel-Abgasskandal herausfinden. Die Fälle werden individuell geprüft, ehe man sich auf ein gemeinsames Vorgehen gegen den Autobauer einigt. Zahlreiche Gerichte haben entschieden, dass die betroffenen Porsche-Käufer durch die Verwendung einer unzulässigen Abschalteinrichtung vorsätzlich sittenwidrig geschädigt wurden und Anspruch auf Schadenersatz haben. Auch die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer hat solche Urteile erstritten. Zudem stehen nach dem ersten Urteil gegen den VW-Konzern vor dem Bundesgerichtshof (BGH) am 25. Mai 2020 die Chancen für Verbraucher, vor Gericht ihre berechtigten Ansprüche durchzusetzen, so gut wie nie.
Schock für Porsche-Liebhaber: Panamera und 911er wohl frisiert
Die Probleme mit Benzinmotoren der Modelle Panamera und 911er, die im August 2020 zu Ermittlungen des KBA führten, sind nicht neu. Porsche ermittelt nach eigenen Angaben bereits seit 2016 rund um die Manipulation von Benzinmotoren. Somit sind vier Jahre ins Land gegangen, bis der Skandal öffentlich wurde. Für die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer ist das Zeit genug, damit Porsche in Ruhe Sachverhalte verschleiern und Verbrauchern Fahrzeuge verkaufen kann, die nicht der Typengenehmigung entsprochen haben. Was ist im Benziner-Skandal von Porsche bisher bekannt?
Seit 2016 ermittelt Porsche nach eigenen Angaben in der Sache. Stuttgarter Staatsanwaltschaft und US-Behörden sind verständigt worden.
Das KBA ermittelt seit August 2020 offiziell gegen Porsche.
Involviert ist das Modell Panamera.
Am Klassiker-Modell 911 soll ebenfalls manipuliert worden sein.
Betroffen sollen die Produktionen vor 2017 sein.
Die aktuelle Produktion soll nicht betroffen sein. Da Autobauer bisher dadurch auffallen, dass sie nur scheibchenweise Fakten preisgeben oder gar versuchen zu verschleiern, stehen nach Ansicht von Dr. Stoll & Sauer bei Porsche generell alle Benziner unter Manipulationsverdacht. Ratsam ist deshalb der kostenlose Online-Check der Kanzlei.
Neben der Abgasanlage sind offensichtlich auch andere Motorsteuerungskomponenten manipuliert worden. Der Spritverbrauch könnte dadurch wesentlich erhöht sein. Details über die Art und Weise der Manipulation sind bisher nicht bekannt geworden.
Faktisch sind die betroffenen Fahrzeuge ohne Typengenehmigung auf den Straßen unterwegs. Porsche gibt selbst zu, nachträglich die Motoren verändert zu haben. Letztlich sind die sehr teuren Fahrzeuge frisiert worden. Ihnen droht die behördlich angeordnete Stilllegung. Den Kunden ist somit ein enormer Schaden entstanden. Einen Panamera gibt es ab knapp unter 100.000 Euro zu kaufen, einen 911er bei knapp über 100.000 Euro. Letztlich kann der Porsche-Liebhaber zwischen 100.000 und 200.000 Euro bezahlen.
Porsche verkaufte im vergangenen Jahr 260.000 Autos.
Audi hat am Benzinmotor vom Q5 TFSI 2.0 Euro 6 manipuliert
Auch Fahrzeuge mit Motoren der VW-Tochter Audi sind im neuen Benziner-Abgasskandal betroffen. Das Landgericht Offenburg hat in einem Verfahren (Az.: 4 O 159/17) der Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH aus Lahr ein Gutachten einholen lassen, aus dem klar hervorgeht, dass an der Abgasreinigung eines Audi Q5 TFSI 2.0 Euro 6 manipuliert worden ist. Abgasgrenzwerte werden offensichtlich nur auf dem Prüfstand eingehalten. Dr. Stoll & Sauer hat daraufhin Strafanzeige gegen Ex-Audi-Chef Rupert Stadler wegen Betrugs gestellt. Verbraucher, die ein Fahrzeug mit ähnlicher Motorisierung besitzen, sollten sich anwaltlich beraten lassen. Dr. Stoll & Sauer bietet dazu einen kostenfreien Online-Check an.
Die Abgaswerte zeigten deutliche Veränderungen, wenn vor dem Test das Lenkrad eingeschlagen wurde. Wie schon im Diesel-Abgasskandal erkennt das Fahrzeug, ob es sich auf dem Prüfstand befindet oder nicht. Bei dem Automatikgetriebe des Q5 funktioniert das offensichtlich durch den Lenkradeinschlag. Wenn sich die Reifen drehen wie auf einem Rollenprüfstand, aber das Lenkrad nicht bewegt wird, geht das Fahrzeug davon aus, dass es gerade einem Abgastest unterzogen wird. Dann schaltet die manipulierte Motorsteuerung in einen sauberen „Test-Modus“. Zusammenfassend kommt das Gutachten zu einem vernichtenden Ergebnis: „Anhand objektiver Fakten können (…) keine belastbaren Angaben dazu gemacht werden, ob der Pkw der Klägerin Mark Audi Q5 (…) im vorgestellten Zustand dem Zustand der Auslieferung entspricht.“
Für die Kanzlei Dr. Stoll & Sauer ist daher klar, dass der Audi Q5 über eine illegale Abschalteinrichtung verfügt. Dr. Ralf Stoll zum Gutachten: „Aus meiner Sicht ist das Gutachten eindeutig. Der Schadstoffausstoß ist ohne Lenkwinkeleinschlag wesentlich geringer als mit Lenkwinkeleinschlag. Aus unserer Sicht handelt es sich um eine illegale Abschalteinrichtung.“ Die Verbraucher sind auch bei Benzinern getäuscht worden. Die Fahrzeuge sind im Wert eindeutig gemindert. Auch sind sie von einer behördlichen Stilllegung bedroht, weil sie nicht der Typengenehmigung entsprechen. Die Verbraucher sind geschädigt und haben Anspruch auf Schadensersatz.

Unternehmen: Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH