Neues Progress Tracking bei Schüco International KG

Düsseldorf, 16.11.2020 (PresseBox) – Mit der Hilfe des Document Control Center (BDF DCC) von BDF EXPERTS strukturiert Schüco International KG das Progress Tracking neu. So ermöglicht die durchgängige und kontinuierliche Planung und automatische Ist-Rückmeldung im gesamten Produktentstehungsprozess terminliche Abweichungen frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten, um die Projektlaufzeiten zu minimieren.
Einhaltung von Terminen und Fristen
Die Schüco International KG ist führender Systemanbieter im Fenster-, Türen- und Fassadenbereich. Als Technologie- und Serviceführer der Baubranche achtet Schüco auf ständige Innovation, hohe Qualität und Einhaltung von Lieferfristen. Hierfür bedarf es einer genauen Terminüberwachung der im Produktentstehungsprozess konstruierten Materialien durch den Produktplaner. Dieser überwacht den Prozess von der ersten Zeichnung über die Erstmusterbeschaffung bis zur Ersteinlagerung der überwiegend von externen Lieferanten gefertigten Produkte. Gerade bei umfangreichen Entwicklungsprojekten ist die genaue Planung der Termine sowie die Überwachung der Fristen notwendig, um sicherzustellen, dass beispielsweise die Prüfmuster fristgerecht gefertigt, Prüfungstermine mit Zertifizierungsstellen eingehalten und zum Verkaufsstart die Produkte am Lager bevorratet werden.
Schaffung einer prozessübergreifenden Transparenz
Bisher standen dem Produktplaner im SAP nur die Ist-Rückmeldungen (z.B. Buchung eines Wareneinganges, technische Freigabe des Materials) für definierte Ereignisse (Anfragen bei Lieferanten, Prototypen- und Musterbeschaffung, Verwendungsentscheide, Materialfreigaben, Serienwerkzeugbestellungen, usw.) zur Verfügung, um einen Überblick über den Fortschritt eines Materials im Produktentwicklungsprozess zu bekommen. Die Planung und Überwachung dieser Termine wurden in der Regel in separaten Excel-Tabellen manuell erstellt und nachgehalten. Die notwendige Transparenz, wann welche Ereignisse zu erwarten sind um zeitliche Verzögerungen zeitnah und zuverlässig zu erkennen und im besten Fall zu vermeiden, konnte also nur durch hohen manuellen Aufwand und unterschiedlicher Qualität sichergestellt werden. Die fehlende Transparenz führte neben dem Mehraufwand teilweise zu Terminverzögerungen in den Entwicklungsprojekten. Um Projektverzögerungen möglichst zu vermeiden und den manuellen Mehraufwand bei Terminüberwachungen zu reduzieren, sollte eine in SAP integrierte Terminverfolgung inklusive einer Planungsebene implementiert werden.
Ereignis, Szenario und Terminierungsprofil
Zu Beginn des Projektes wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Fachbereich zuerst die gewünschten Ereignisse definiert. Die Ereignisse wurden dann zu Szenarien zusammengefasst (siehe Abbildung 1). Ein Szenario fasst mehrere Ereignisse in einer definierten Reihenfolge mit einem definierten Zeitabstand zusammen.
Über ein Terminierungsprofil wird dann festgelegt, von welchem Ereignis ausgehend die Plan-Termine automatisch ermittelt werden sollen. Als Objekt zur Zusammenführung sämtlicher relevanter Daten zu einem Produkt nutzt die Schüco International KG iPPE Knoten, welche intern Materialknoten genannt werden. Hier laufen Materialstamm-, Dokument- und Termindaten zusammen.
Diese Knoten dienen als Arbeitsumgebung für den Produktplaner. Neben den Plan- und Ist-Terminen werden hier weitere Daten, wie BANFen und Bestellungen zum Material angezeigt. Für eine beliebige Anzahl von Materialknoten kann eine Gesamtübersicht aller Ereignisse mit farblicher Kennzeichnung kritischer Termine erstellt und bei Bedarf einfach exportiert werden. So kann die zeitliche Planung und Überwachung aller Ereignisse im Produktentstehungsprozess über den Progress Tracking Monitor abgewickelt werden.
Im Projekt wurde weiterhin die IST-Terminrückmeldung für den gesamten Produktentstehungsprozess automatisiert. Manuelle Eingaben von IST-Terminen werden vollständig vermieden. Alle Ereignisse erhalten automatisch gesetzte IST-Termine aus anderen SAP Geschäftsprozessen, unter anderem durch die Erzeugung von BANFen und Bestellungen, durch Wareneingänge und durch die Bestätigung von Prüflosen und Verwendungsentscheiden.
Einführung des Progress Trackings
Das Progress Tracking wurde nach der Implementierung zunächst an bestimmten Projekten durch Schüco getestet und daraufhin schrittweise eingeführt. Der Produktentstehungsprozess ist durch die Möglichkeit der exakten Planung der einzelnen Ereignisse deutlich transparenter. Die einzelnen Prozessteilnehmer (u.a. Produktplaner, Ingenieure, Projekteiter) können nun klar im SAP System den aktuellen Status und die aktuelle Planung eines jeden neuen Produktes direkt erkennen und bei Problemen sofort reagieren.
Zur ständigen Verbesserung des Progress Trackings hinsichtlich der Genauigkeit der Planung wurde bei Schüco ein Koordinationsteam eingeführt. Dieses Team ergänzt neue Szenarien, passt auf Basis neu gewonnener Daten die vordefinierten Ereignisdauern in den Szenarien an (s. Abbildung 3) und analysiert die Durchlaufzeiten der einzelnen Produkte. So können Projekte deutlich effizienter abgewickelt werden.

Unternehmen: bdf consultants GmbH