Eine Lobrede auf den Retter des Alten Friedhofs in Schwerin – Zweite Auflage von Heft 1 der „Orte der Erinnerung“ bei EDITION digital

Pinnow, 12.11.2020 (lifePR) – Das im Frühjahr dieses Jahres bei EDITION digital erschienene zweite Heft der Schriftenreihe „Orte der Erinnerung“ des Fördervereins Alter Friedhof e.V. erfreut sich guter Nachfrage und hat zugleich noch einen anderen erfreulichen Effekt: Wer sich den zweiten Teil gekauft hat, der will jetzt auch den zunächst in Eigenregie des Vereins veröffentlichten und inzwischen vergriffenen ersten Teil haben. Redakteur Lutz Dettmann hat die Übernahme in das Verlagsprogramm von EDITION digital zugleich genutzt und eine zweite, überarbeitete Fassung von Heft 1 vorgelegt. Zu Beginn würdigt Dettmann Karl-Heinz Oldag, den Retter dieser denkmalgeschützten Gedenkstätte am Obotritenring, der am 2. November 2005 im 92. Lebensjahr in Schwerin starb und selbst dort begaben liegt. 1995 hatte der kämpferische Hobby-Historiker nach seiner fünf Jahre zuvor entstandenen Publikation über Schweriner Originale die informationsreiche Dokumentation „Unvergessen – Ein Spaziergang über den Alten Schweriner Friedhof“ veröffentlicht. Die Schriftenreihe „Orte der Erinnerung“ versteht sich als aktuelle Fortschreibung dieser Pionierarbeit des am 17. Mai 1914 in Retzow bei Mirow im südwestlichen Gebiet an der Müritz geborenen und in praktizierter Zweisprachigkeit aufgewachsenen Lehrersohns – sowohl Hoch- wie Plattdeutsch. Exakt musste diese eingehalten werden. „Wir sprachen zu Hause fast genau 50 Prozent Plattdeutsch“, hatte Oldag einmal gesagt, „und mein Vater erwartete in beiden Sprachen die absolut richtige Aussprache“. Der Alte Friedhof wurde für Karl-Heinz Oldag selbst zur letzten Ruhestätte. Die Auswahl der weiteren zehn Beiträge zu Leben und Lebensleistung Schweriner Persönlichkeiten reicht von Generalleutnant Paul von Detmering, einem Patenkind von Großherzog Paul Friedrich, und Verleger Friedrich Bahn über den hohen Militär Heinrich von Igel und seine Gattin, die Dichterin Elisabeth von Igel, und den Schweriner Reeder Eduard Huben bis zu Generalmajor Friedrich von der Lühe, Hofmarschall der Großherzogin Marie. Die Publikation, der auch einen Friedhofsplan mit der Liste der Grabstellen enthält, ist sowohl als gedruckte Ausgabe wie auch als E-Book beim Förderverein sowie unter edition-digital.de, im stationären und Online-Buchhandel zu haben. Heft 2 war im April dieses Jahres erschienen.
Der rund 28 Hektar große Alte Friedhof in Schwerin zählt noch vor dem 1877 eingeweihten Parkfriedhof Hamburg-Ohlsdorf zu den frühen Beispielen eines Parkfriedhofes im norddeutschen Raum. Als seinen Standort hatte der berühmte Schweriner Hofbaumeister Georg Adolf Demmler während seiner Stadtplanung 1862 das auf einer Anhöhe gelegene Areal am ehemaligen Galgenberg zwischen Ostorfer See und Grimkesee ausgewählt. Mit der Gestaltung wurde der großherzogliche Gartendirektor Theodor Klett beauftragt. Zu den Zielen des am 25. Februar 2010 gegründeten Fördervereins Alter Friedhof Schwerin e.V. gehören die Bestandsaufnahme der gefährdeten Grabanlagen und deren Sicherung, das Gewinnen von „Grabpaten“ und Fördermitgliedern sowie langfristig das Wiederherstellen der alten parkartigen Struktur des Alten Friedhofs. Vorsitzender des Vereins ist der Schweriner Steinmetz und Bildhauermeister Uwe Lange.
https://edition-digital.de/Friedhof/Friedhof1/
ISBN: 978-3-96521-263-3 (Buch), 978-3-96521-264-0 (E-Book)
80 Seiten 10,00 € (Buch), 7,99 € (E-Book)
Neu: Verlagsvorschau und Leseexemplare auf VLB-TIX unter
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