Diabetisches Fußsyndrom (DFS) rechtzeitig mit orthopädischen Hilfsmitteln behandeln – Fortschreiten verhindern, Fußamputationen vorbeugen

Berlin, 10.11.2020 (PresseBox) – Über sieben Millionen Menschen in Deutschland leiden an einem Diabetes mellitus, Tendenz steigend. Anlässlich des diesjährigen Welt-Diabetes-Tages weist der Herstellerverband eurocom e. V. auf eine der häufigsten Folgeerkrankungen des Diabetes mellitus hin: das diabetische Fußsyndrom (DFS). Das DFS geht meist mit chronischen Wunden einher, die bei einem schlechten Behandlungsverlauf Amputationen nach sich ziehen können. eurocom-Geschäftsführerin Oda Hagemeier dazu: „30.000 Amputationen pro Jahr sind ein alarmierendes Signal, den Schutz gegen diabetesbedingte Fußschäden zu verbessern. Vorbeugen können unter anderem orthopädische Einlagen und Schuhe sowie Entlastungsorthesen, die den unterschiedlichen Wund- und Fußsituationen gerecht werden und dafür sorgen, dass Patienten weiterhin mobil bleiben.“
Druckentlastung mit orthopädischen Schuhen, Einlagen und Entlastungsorthesen
Im Zentrum der Behandlung eines DFS steht die Druckentlastung des betroffenen Fußes. Das ist die wichtigste Voraussetzung dafür, dass die entstandenen Wunden ungestört heilen können. Erreicht wird das mit speziellen, individuell angepassten Schuhen und einer geeigneten Fußbettung mit einer Weichbettungseinlage. Diese Einlagen haben die Funktion, den Fuß durch Druckumverteilung zu entlasten und durch stoßdämpfende Eigenschaften zu schonen. Eine weitere Möglichkeit, die Fußsohle während der Wundheilungsphase zu entlasten, sind spezielle Entlastungsorthesen. Diese als Total Contact Cast bekannten Orthesen sorgen dafür, dass die Wunde am Fuß während des Gehens und Stehens annähernd frei von Druck bleibt, in dem das Gewicht des Patienten auf andere Bereiche des Fußes umverteilt wird.
„Dass der GKV-Spitzenverband das Prinzip Druckentlastung als entscheidend für den erfolgreichen Therapieverlauf erkannt hat und nach
§ 126 Abs. 1 Satz 3 SGB V einen eigenen Versorgungsbereich für diabetische Fußversorgungen schafft, begrüßen wir“, betont Oda Hagemeier, „allerdings müsste dies auch in einer Anpassung des Hilfsmittelverzeichnisses an die Versorgungsrealität zum Ausdruck kommen. Beispielhaft dafür wäre der Verzicht auf eine zwingende Versorgung mit geschlossenen Schuhen. Denn gerade diese können Wunden hervorrufen und dadurch den Heilungsprozess verhindern.“
Das sagen Patienten: So helfen orthopädische Einlagen
12 Millionen Menschen ab 16 Jahren in Deutschland tragen derzeit orthopädische Einlagen – und das aus voller Überzeugung. Das zeigt die repräsentative Patientenbefragung des Instituts für Demoskopie Allensbach zu Nutzen und Wirksamkeit orthopädischer Einlagen. Antworten gaben rund 400 Personen. Ihre Kernaussagen: Sie sind mit ihren orthopädischen Einlagen hoch zufrieden (92 Prozent), attestieren diesen einen starke Wirkung (84 Prozent) und tragen sie deshalb täglich (86 Prozent). Die Umfrageergebnisse fasst die eurocom-Broschüre „Nutzen und Wirksamkeit orthopädischer Einlagen – Steigende Lebensqualität durch weniger Schmerz und mehr Mobilität“ zusammen. Sie geht diesen Fragen nach: Wie bewerten Patienten den Nutzen ihrer Einlagen? Wie schätzen sie die Behandlung der Ärzte ein? Wie die Versorgung im Fachgeschäft? Stimmt die Produktqualität? Verordnungshinweise „Was gehört auf das Rezept?“ und zahlreiche Grafiken machen die Publikation sowohl zu einem übersichtlichen Begleiter für die Arztpraxis als auch zu einer wertvollen Informationsquelle für Patienten, für Hilfsmittelteams der Krankenkassen sowie für Orthopädie-Schuhtechniker und Fachhändler. Sie ist unter https://www.eurocom-info.de/service/publikationen/ kostenlos bestellbar und steht dort auch zum Download bereit.

Unternehmen: eurocom e.V. – European Manufacturers Federation for Compression Therapy and Orthopaedic Devices