Welt-Thrombose-Tag: Krampfadern erhöhen das Risiko

Bad Bertrich, 13.10.2020 (lifePR) – Die Thromboseist ein Gefäßverschluss, den ein Blutgerinnsel verursacht. Am häufigsten entstehen Thrombosen in den Beinvenen. Allein in Deutschland sterben jedes Jahr ca. 100.000 Menschen an den Folgen von Venenthrombosen. Mit dem 7. Weltthrombosetag, der seit 2014 jedes Jahr am 13. Oktober stattfindet, wollen Experten die Bevölkerung für Venen­thrombosen sensibilisieren. Auch die Deutsche Venen-Liga e. V. (DVL), eine der größten Patientenvereinigungen im deutschsprachigen Raum, unterstützt diesen Tag. Wir sprachen mit DVL-Präsident Dr. Michael Wagner.
Warum ist der Deutsche Venen-Liga das Thema Thrombose wichtig?
Dr. Wagner: Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Patienten mit Krampfadern zu motivieren, so früh wie möglich zu einem Venenspezialisten zu gehen, auch um abklären zu lassen, ob sie ein Thromboserisiko haben. Denn unbehandelte Krampfadern können eher eine Thrombose entwickeln, aus der die lebensgefährliche Lungenembolie entsteht.
Was passiert bei einer Thrombose?
Dr. Wagner: Es bildet sich ein Blutpfropf (Thrombus) in einem Blutgefäß. Dieser behindert den Rückfluss des Blutes zum Herzen. Löst sich das Gerinnsel von der Gefäßwand, kann eine gefährliche Lungenembolie, denn das Gerinnsel wandert durch die Venen. Daher ist es wichtig, Anzeichen einer Venenthrombose richtig zu deuten und schnell einen Arzt aufzusuchen.
Woran erkennen Betroffene, ob sie gefährdet oder gar schon betroffen sind?
Dr. Wagner: Wichtige Thrombose-Anzeichen sind eine Schwellung, Schmerzen und eine rote oder bläuliche Verfärbung der Haut. Auch Fieber ist möglich. Aber manchmal sind die Alarmzeichen nicht eindeutig: Auch muskelkaterartige Wadenschmerzen, Überwärmung, gespannte Glanzhaut, Wadendruckschmerz oder eine Erhöhung der Entzündungswerte im Blut können auf eine Thrombose hindeuten. Der Venenspezialist kann mit moderner Ultraschalldiagnostik die Thrombose bestätigen oder ausschließen.
Steigt das Risiko bei längeren Autofahrten oder Flugreisen?
Dr. Wagner: Wer Symptome bei sich bemerkt, die auf eine Thrombose hindeuten könnten, sollte immer sofort einen Arzt aufsuchen. Insbesondere nach einer langen Reise mit Auto, Bus, Bahn oder Flugzeug ist es wichtig, aufmerksam auf mögliche Anzeichen einer Thrombose zu achten. Denn langes Sitzen ohne ausreichende Bewegungspausen erhöht das Risiko einer Thrombose. Darum die Beine auch im Flugzeug oder der Bahn bewegen und z. B. aufstehen. Und bei längeren Autofahrten regelmäßige Pausen einlegen und die Beine bewegen.

Unternehmen: Deutsche Venen-Liga e.V.