Mehrwertsteigerung nach der MES-Pilotphase

Dresden, 08.10.2020 (PresseBox) – Gut begonnen ist halb gewonnen – Aristoteles
Weltweit haben viele Fertigungsunternehmen heute erkannt, dass eine MES-Anwendung zur Koordination ihrer Betriebsprozesse notwendig ist, um für Industrie 4.0 gut gerüstet zu sein. Durch die Zusammenarbeit von IT, Personal und Fertigung entsteht die cyber-physische Umgebung (CPS), die als Grundlage für die revolutionäre Neuausrichtung in der gesamten Wertschöpfungskette genutzt wird.
Die Ermittlung des Bedarfs für den Einsatz eines MES in der Führungsebene (C-suite level) ist der erste und möglicherweise der wichtigste Schritt im langwierigen und zugleich äußerst gewinnbringenden Prozess der MES-Implementierung. Die Einflussfaktoren, die zur Entscheidung über die Einführung eines MES-Systems geführt haben, entsprechen im besten Fall den strategischen Unternehmenszielen. Ein MES-System trägt zur Verringerung der Arbeits- und Materialkosten, zur Prozessverbesserung, Qualitätssteigerung, Verringerung von Abfall, Vorbereitungszeit und Risiken, zur Verbesserung von Wartungsmaßnahmen und Erträgen, zur effektiveren Entscheidungsfindung und vor allem zur Verbesserung der Rentabilität bei.
Zwischen dem Zeitpunkt, an dem die Unternehmensführung den Bedarf an einem MES erkannt hat, und dem Zeitpunkt, an dem ein MES innerhalb der Wertschöpfungskette implementiert wird und mit der Erfüllung der erwähnten Verbesserungen seinen ersten Beitrag leistet, liegen jedoch erfahrungsgemäß 2 bis 3 Jahre. Dies gilt insbesondere für Unternehmen, die an verschiedenen Standorten produzieren, komplexe Lieferketten nutzen und an einem einzigen Arbeitstag mehrere Milliarden von Transaktionen im gesamten Geschäftsbetrieb durchführen.
Für alle Unternehmen, die eine MES-Einführung sowie eine umfassende digitale Transformation anstreben, ist es dringend erforderlich, einige wichtige Aspekte zu beachten, damit die Implementierung auch tatsächlich zum Erfolg führt und keine Frustration bei den Anwendern und dem Management aufgrund von fehlenden handfesten und qualitätsrelevanten Ergebnissen verursacht.
So beginnt die Reise – Bewertung und Zielsetzung
Zunächst einmal muss die Komplexität der Lieferkette im Unternehmen ermittelt werden. Hierzu muss jeder einzelne Standort hinsichtlich seiner Kapazitäten aus der Perspektive des operativen Betriebs, des IT-Systemreifegrads, der Skalierbarkeit sowie der Personalressourcen bewertet werden. Die Ermittlung des Ist-Zustandes (insbesondere im Falle von Betrieben mit mehreren Standorten) wird dazu beitragen, zwei wesentliche Punkte zu klären: zum einen, ob eine Standardisierung in den Werken gegeben ist, denn unzureichende Standardisierung erhöht die Komplexität, mit der Sie letztendlich konfrontiert werden, und zum anderen festzustellen, welche Bereiche durch Verbesserungen aufgrund von Digitalisierungsprozessen besonders schnell profitieren können.
Eine wichtige Einflussgröße bei der Ermittlung des Ist-Zustandes ist die Perspektive der Mitarbeiter. Durch die Einbeziehung von Mitarbeitern aus sämtlichen Unternehmensbereichen, die an verschiedenen Standorten agieren, wird die Bandbreite der Anforderungen und die Komplexität des bestehenden Betriebs verdeutlicht. Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Anpassung der Ergebnisse in den Werken, damit sie mit den unternehmens- und standortspezifischen strategischen Zielen übereinstimmen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die zentralen innerbetrieblichen Interessengruppen den digitalen Wandel mittragen. Die Veränderungen müssen idealerweise als notwendig und nicht als hinderlich oder überflüssig wahrgenommen werden.
Die MES-Einführung bedeutet Qualitätsverbesserungen aufgrund von Echtzeitentscheidungen, geringeren Compliance- und Qualitätsrisiken, die sich jedoch erst nach einer Anlaufphase in der Bilanz widerspiegeln. Deshalb sollten auch quantitative Ziele anhand von Kennzahlen (KPIs) aus dem operativen sowie finanziellen Bereich definiert werden.
Alle angestrebten Ziele müssen an allen Standorten abgestimmt werden. Das verfolgte Ziel dabei ist die Aktivierung der bestehenden Standardisierung und Skalierbarkeit. Dort, wo diese nicht existieren, können spezifische, zielgerichtete Testprojekte ausgewählt und durchgeführt werden, bevor sie großflächig umgesetzt werden.
Lesen Sie den kompletten Blog-Beitrag zu diesem Thema hier.

Unternehmen: Critical Manufacturing Deutschland GmbH