Forschungspreis 2020 der René Baumgart-Stiftung

Rheinstetten, 08.10.2020 (lifePR) – .
Zum 17. Mal wurde der mit 5.000 € dotierte Forschungspreis der gemeinnützigen René Baumgart-Stiftung für wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der pulmonalen Hypertonie ausgeschrieben.
Der Preis wurde an zwei Arbeiten verliehen, Preisträger sind:
Dr. med. Panagiota Xanthouli, Fachärztin für Innere Medizin, Pneumologie und Rheumatologie im Zentrum für pulmonale Hypertonie (PH), Thoraxklinik Heidelberg gGmbH – Universitätsklinikum Heidelberg und an
Anna Birnhuber, PhD vom Ludwig Boltzmann Institute for Lung Vascular Research, Graz.
Die prämierten Arbeiten entsprechen den wichtigen Bewertungskriterien wie Originalität, Innovation und klinische Relevanz.
Die ausgezeichneten Arbeiten:
Zusammenfassung:  Haemodynamic phenotypes and survival in patients with systemic sclerosis: the impact of the new definition of pulmonary arterial hypertension von
Preisträgerin: Dr. med. Panagiota Xanthouli
Systemische Sklerose (SSc) ist eine seltene autoimmune Erkrankung mit einer Häufigkeit von 1-5/10.000 Einwohner. In 12-25% der Patienten kommt es zu einem begleitenden Lungenhochdruck (pulmonal arterielle Hypertonie, PAH). Lungenhochdruck äußert sich durch Luftnot, vor allem unter Belastung, allgemeinem Schwächegefühl und Leistungsabfall. Da ein begleitender Lungenhochdruck das Überleben der Patienten einschränkt, ist eine Früherkennung notwendig und wird in den Leitlinien empfohlen.
Die definitive Diagnose des Lungenhochdrucks wird mittels Rechtsherzkatheteruntersuchung gestellt. Bei der letzten Weltkonferenz für PAH in Nizza 2018 wurde eine neue Definition für die PAH vorgeschlagen, bei der der mittlere Lungengefäßdruck (pulmonal-arterieller Druck) von ?25 mmHg auf >20 mmHg gesenkt und ein Lungengefäßwiderstand ?3 Wood Units (WU) bestehen muss um die Diagnose zu stellen.
In der mit dem René Baumgart Preis ausgezeichneten Studie wurde der Einfluss der neuen Definition auf die Frühdiagnose des Lungenhochdrucks untersucht. Daten von insgesamt 284 SSc-Patienten aus den Zentren Heidelberg und Zürich wurden analysiert.
Nach neuer Definition konnte die Diagnose Lungenhochdruck nur bei vier Patienten (1,4% der gesamten Kohorte) re-evaluiert und gestellt werden. Bei Patienten mit leicht erhöhten Lungendrucken von 21-24 mmHg zeigten 28 einen Lungengefäßwiderstand von ?2 WU und gleichzeitig Zeichen einer Lungengefäßerkrankung mit eingeschränkter Gehstrecke sowie verminderter Schlagkraft des rechten Herzens. Zudem konnte gezeigt werden, dass SSc-Patienten mit Lungengefäßwiderstand ?2 WU bereits eine reduzierte Lebenserwartung im Vergleich zu Patienten mit einem Lungengefäßwiderstand

Unternehmen: Pulmonale Hypertonie (PH) e.V.