Flächenlager zur Kommissionierung von Türblättern

Herford, 02.09.2020 (PresseBox) – Spittal am Phyrn (Österreich), hier verlassen täglich rund 2.500 „DANA-Türen“ das Produktionswerk der Jeld-Wen Gruppe und machen sich auf den Weg zu ihren Kunden. Dies ist schon eine beachtliche Menge, und wenn dann auch noch ein Blick auf die verfügbare Variantenvielfalt geworfen wird, ist diese Zahl umso beeindruckender.
Möglich ist dieser immense tägliche Durchsatz vor allem auch durch das vollautomatisierte SYSTRAPLAN-Kommissionierlager, das die bereits verpackten Türblätter kurz vor dem Verladen auf die LKWs den ent-sprechenden Kommissionen zuordnet. „Die Anlage läuft hier nun seit 2016 im 3-Schicht-Betrieb und Ausfall- bzw. Standzeiten gilt es an dieser Stelle unbedingt zu vermeiden, da fast jede Tür, die unser Werk hier verlässt, durch das Flächenlager von SYSTRAPLAN geht“, berichtet der technische Leiter des Türenherstellers, Alexander Holzer.
Mithilfe eines auf die jeweilige Länge verstellbaren Klammerrahmens werden die Türblätter kopfseitig geklammert und können so mühelos vereinzelt werden. Teilweise greift auch eine Kombination aus Klammer und Vakuumtransport. Die Vereinzelung bzw. Umsortierung ist notwendig, weil die vorgelagerten Produktionslinien schnittoptimiert fertigen und die Aufträge somit nicht nach den bereits bekannten Kommissionen abgearbeitet werden. Aus diesem Grund müssen die aus der Produktion kommenden Türen auch zunächst wieder in der SYSTRAPLAN-Anlage vereinzelt und den jeweiligen Kundenkommissionen zugeordnet werden. Die Einlagerung wird durch ein zusätzliches Scanner-Portal unterstützt, welches die notwendigen Produkt-informationen vollautomatisch über einen Barcode erfasst. Wurden die Daten erfasst, werden diese im Anschluss der übergeordneten Lagerverwaltung bereit-gestellt, und die Einlagerung und Zuordnung über das Einlagerportal (Portal 1) kann beginnen. Im nächsten Bereich des Flächenlagers, welcher zwei Brückenportale (Portal 2.1 und Portal 2.2) mit Einzelplatten- und Stapeltransport umfasst, wird vorranging umgelagert und vorkommissioniert. Zudem gibt es in dieser Sektion einen Bereich für „Standard-Ware“ für Großkunden mit hohen Abnahmezahlen.
Verbunden sind alle Bereiche über verschiedene Rollenbahnen, die die Übergaben in andere Sektionen und das Ausfördern von fertigen Kommissionen ermöglichen. Im letzen Bereich, der Sektion 3, arbeitet ein einzelnes Brückenportal (Portal 3) und übernimmt dort die Endkommissionierung und Auslagerung. Doch nicht zwingend muss dies an dieser Stelle geschehen. Einige Kommissionen werden bereits über die Sektion 2 auf den Auslagerrollenbahnen abgestellt und dort ausgelagert. Die auf einer Palette gebildeten Stapel werden dann mittels Flurförderzeuge  und über Rollenbahnen weitergeleitet und auf die jeweiligen LKW verladen.
Abschließend bestätigt Herr Holzer, der das Projekt von Beginn an und aus technischer Sicht bei DANA betreut hat: „Wenn wir uns die Geschwindigkeiten im Zusammenhang mit den bewegten Massen hier anschauen, sieht man, dass bei der Anlage von SYSTRAPLAN alles rausgeholt wurde. Und ohne die Möglichkeit, dass auch ganze Stapel mit den Portalen transportieren werden können, würden wir die erforderliche Leistung in der Produktion nicht erreichen.“
 

Unternehmen: SYSTRAPLAN GmbH & Co. KG