Maximale Transparenz an der Stromschiene

Lahnau, 31.08.2020 (PresseBox) – Stromschienen sind ideal für die flexible Energieversorgung von Verbrauchern mit hoher Leistungsaufnahme. Besonders in Fertigungsanlagen, die immer wieder verändert und erweitert werden, spielen sie ihre Vorteile voll aus und werden deshalb bei Neuplanungen bevorzugt eingesetzt.  Zum Erfassen von Lastprofilen, Störungen usw. einzelner Verbraucher muss normalerweise jeweils eine separate Messtechnik installiert werden,  entweder in der zugehörigen Energieverteilung, in einem maschinennahen Vor-Ort-Kasten oder direkt im Schaltschrank der Maschine. Dies erfordert erheblichen Aufwand für Planung, Projektierung, Installation und Inbetriebnahme und gefährdet beim Einbau in die Maschine außerdem deren Gewährleistungsanspruch.
Mit Stromschienenabgangskästen AKM von Janitza lassen sich all diese Nachteile vermeiden. Sie  nutzen die Flexibilität von Stromschienen und erweitern sie um die Funktion „Energiemessung“, die die Energietransparenz und -Überwachung des einzelnen Verbrauchers und – mit entsprechender Auswertesoftware – der gesamten Stromschiene herstellt. Die integrierte Messtechnik einschließlich Wandler, Differenzstromwandler und Temperatursensor erfasst kontinuierlich alle Phasenströme, den Neutralleiterstrom, Fehlerströme und die Innentemperatur des AKM. Damit lassen sich der Energieverbrauch in Form eines Lastprofils, aber auch die Spannungsqualität, Überlastungen, Unsymmetrien, Oberschwingungen und Fehlerströme  kontinuierlich und punktgenau überwachen. Mit diesen Informationen kann der Anwender die Energieeffizienzpotentiale seiner Anlage identifizieren sowie Störungen erkennen, bevor sie zu Anlagenausfällen führen.
Die AKM sind wahlweise mit oder ohne von außen ablesbares Display erhältlich. Optional sind ein Digitaleingang zum Erfassen weiterer Prozessgrößen (z. B. Druckluft- oder Kühlwasserverbrauch) sowie eine erweiterte RCM-Messung für pulsierenden Fehlerströme bis 20 kHz (Typ B+) nach IEC 62020 erhältlich. Damit spart der Betreiber die Isolationsmessung in TN-S-Systemen und reduziert somit den Prüfaufwand an ortsfesten elektrischen Anlagen im Rahmen der DGUV Vorschrift 3.
Vernetzung und Visualisierung
Die Abgangskästen können via Ethernet oder RS485 vernetzt werden. Über eine integrierte Gatewayfunktion können Master-Slave-Strukturen mit Ethernet und unterlagertem RS485-Feldbus realisiert werden. Jeweils zwei Anschlussbuchsen ermöglichen das einfache Weiterschleifen des Busanschlusses. So lassen sich bis zu 31 Einheiten kosten- und IP-Adressen-sparend über RS485 zusammenschalten. Die Auswertung und Visualisierung kann die Software GridVis® übernehmen. Sie bietet ein automatisiertes Reporting für Verfügbarkeit, Ereignisse, Transienten, Grenzwertverletzungen bis hin zur Auslastung des Stromschienensystems.
Einfache Montage
Die Kästen lassen sich auf weit verbreitete Schienenverteiler-Systeme des Typs BD2 (andere Schienensysteme auf Anfrage) montieren. In vielen Anwendungen ist eine Unterbrechung der Stromversorgung zur Montage nicht nötig, weil der Anschluss an die Stromschiene beim Öffnen des Kastens automatisch getrennt wird. Der Aufbau ist installationsfreundlich gestaltet und die Sicherungen für die Lastseite sind gut zugänglich. Der großzügig bemessene Anschlussraum erlaubt eine freie Wahl der Kabelabgangsrichtung.
Mit diesen Features kombinieren die AKM einen robusten und flexiblen Anschluss für Stromschienensysteme mit einer ausgereiften Messtechnik. Standardmäßig bietet Janitza Varianten bis 530 A Absicherung pro Abgang für das Schienensystem BD2. Auf Anfrage sind auch andere Schienensysteme möglich. In Zusammenarbeit mit dem Janitza Solution Partner Stangl Stromschienenmanagement können auch komplette Schienensystemen von der Planung/Projektierung über Installation und Inbetriebnahme bis zur Wartung realisiert werden.

Unternehmen: Janitza electronics