Oben ist das neue Vorn

Karlsruhe, 30.01.2020 (lifePR) – Den „Zwang zum Abitur“ bezahlen immer mehr Kinder mit mehrjährigem Nachhilfe-Stress und einer Abiturnote, die wenig Perspektiven für ein Studium bietet.
Während seit Jahren über ein bundeseinheitliches Abitur diskutiert und gestritten wird, ist die Ausbildung im Dachdeckerhandwerk schon lange auf Bundesebene vereinheitlicht.
Zwei Fakten, die auch die Frage aufwerfen, ob sich die Karriere im Handwerk im Vergleich zum Studium denn wirklich nicht lohnt?
Längst ist das Abitur kein Garant mehr für eine sichere berufliche Zukunft. Auch wenn weiterhin z. B. Ingenieure in vielen Branchen gesucht werden – noch dringender werden all jene Fachkräfte gesucht, die das realisieren, was von Ingenieuren an Schreibtisch und PC geplant wurde. Gerade das Dachdeckerhandwerk kann hier mit sicheren Berufsperspektiven aufwarten. Tatsache ist, dass es über 19 Mio. Gebäude zu Wohnzwecken in Deutschland gibt (Quelle: Statistische Ämter des Bundes und der Länder). Jedes dieser Gebäude hat ein Dach, das regelmäßig gewartet und absehbar auch saniert werden muss. Dazu kommen nach Expertenschätzungen ein Bedarf von 400.000 Wohnungen jährlich allein bis 2020 (Pestel-Institut 2015).
Bereits in der Ausbildung beginnen Dachdecker als Fachkräfte für die Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik damit, neuen Wohnraum zu schaffen und bestehenden Wohnraum energetisch zu optimieren.
Angenommen, die angehenden Dachdecker beginnen ihre Ausbildung mit einem Hauptschul-, Werkrealschul- oder Realschulabschluss. Das sichert ihnen einen Berufspraxisvorsprung von vier bzw. drei Jahren gegenüber Abiturienten im G9-Gymnasium. Dazu kommt der Vorsprung beim Einkommen. Denn die Ausbildungsvergütung für eine in der Regel dreijährige Berufsausbildung als DachdeckerIn summiert sich in dieser Zeit auf rund 33.000 €.
Entscheiden sich im Vergleich dazu Abiturienten für ein zehn Semester dauerndes Master-Studium, können ausgebildete Dachdecker in der gleichen Zeit als Gesellinnen oder Gesellen weitere rund 140.000 € verdienen (Basis: Tariflohn 2019).
Hinzu kommen die in dieser Zeit bereits erworbenen Ansprüche zur Altersversorgung. Und nicht zu vergessen ist die Tatsache, dass ausgebildete Dachdecker mit mehrjähriger Berufserfahrung begehrte Fachkräfte am Arbeitsmarkt sind. Währenddessen begeben sich Studienabsolventen jetzt erst auf Jobsuche.
Übrigens: Wer als Dachdecker die Meisterschule erfolgreich absolviert hat, kann dann immer noch den Hörsaal von innen sehen. Denn der Große Befähigungsnachweis, also der Meisterbrief, ist die Eintrittskarte zu vielen Studiengängen. Und er ist der Einstieg in noch höhere Gehaltsklassen.
Der Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Baden-Württemberg hat für weitere Informationen zum Thema einen eigenen Bereich im Internet eingerichtet mit der bezeichnenden Internetadresse www.ObenIstDasNeueVorn.de

Unternehmen: Dachdeckerhandwerk Baden-Württemberg Landesinnungsverband


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