Jahresendstress? Besser bewältigen durch selbstbestimmtes Handeln

Köln, 13.12.2019 (lifePR) – Das Jahr nähert sich dem Ende, der Stresspegel steigt. Die letzten Aufträge müssen abgearbeitet werden, die Jahresplanung und Budgetierung ist in der finalen Phase und bei manchen wächst die Unsicherheit wegen der wirtschaftlichen Entwicklung in 2020.
Wenn sich Ereignisse häufen, auf die wir scheinbar keinen Einfluss nehmen können, erleben wir uns schnell als gestresst. Auch Veränderungen, ob im geschäftlichen oder privaten Umfeld, können uns schnell verunsichern und uns in unserem Handeln negativ beeinflussen. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, wie wir das Steuer in turbulenten Zeiten übernehmen können – wir müssen es nur tun!
Reagieren Sie noch oder agieren Sie schon?
Das (vermeintlich) Schöne am Reagieren: Sie brauchen sich nur Gedanken über das machen, was tatsächlich ist. Die Gefahr dabei: Sie lassen Ihr Leben zu sehr von anderen Menschen und fremden Interessen bestimmen und geraten immer mehr in Stress, weil Sie nicht mehr dem nachgehen, was Sie eigentlich wollen. Sie fühlen sich zunehmend machtlos und in die Ecke gedrängt.
Ob wir positiven oder negativen Stress erleben, hängt wesentlich damit zusammen, wie wir denken und fühlen. Allerdings können wir durch unser eigenes Tun unsere Gedanken und Gefühle wesentlich mitbestimmen. Schon ein paar wenige neue Gewohnheiten sorgen dafür, dass Sie wieder vom fremdbestimmten in den selbstbestimmten Modus kommen – ganz egal, was dabei um Sie herum passiert.
Die folgenden Tipps helfen Ihnen, auch in turbulenten Zeiten mehr Selbstbestimmung zu erlangen:
1. Ziele setzen
Notieren Sie sich gleich morgens Ihre Ziele für den Tag. Stellen Sie sich die Frage: Was muss ich heute tun, um den Tag am Abend als erfolgreich „abhaken“ zu können? Schreiben Sie Ihre Antworten in einem Notizbuch auf, sodass Sie am Ende des Tages beurteilen können, ob Sie das Vorgenommene in die Tat umgesetzt haben. Tipp: Drei Dinge reichen, so ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass Sie diese auch wirklich schaffen und sich am Abend gut fühlen.
2. Entscheidung für bewusste Pausen
Wenn Sie Ihren Tag planen, planen Sie auch Pausenzeiten ein. Leider neigen gerade oft Menschen, die unter Zeitdruck stehen, dazu, sich keine Entspannungspausen zu gönnen – aus Angst, ihre Arbeit nicht mehr pünktlich abliefern zu können. Doch kleine Pausen von nur 3-5 Minuten, in denen Sie Ihren Blick einfach mal vom Schreibtisch schweifen lassen, eine Tasse Kaffee trinken oder eine leckere Mandarine naschen, wirken Wunder. Alle 90 Minuten sollten Sie Ihre Tätigkeit für eine kurze Pause unterbrechen, spätestens alle 4 Stunden für eine längere Pause von mehr als 30 Minuten.
3. Ausgleich im Privatleben
Sorgen Sie dafür, dass Sie nach der Arbeit Gelegenheit haben, um gedanklich zur Ruhe zu kommen. Tun Sie bewusst etwas Anderes, als das, was Sie tagsüber tun. Gehen Sie zum Sport, besuchen Sie eine kulturelle Veranstaltung wie eine Ausstellung, ein Konzert oder das Theater, oder treffen Sie sich mit Freunden auf dem Weihnachtsmarkt um bei einer Tasse Glühwein zu plaudern. Gehen Sie bewusst in die aktive Entspannung, anstatt den Abend auf der Couch zu versacken.
4. Grenzen setzen
Sagen Sie öfter mal NEIN. Sie sind schließlich nicht auf der Welt, um die Erwartungen anderer zu erfüllen. Im Englischen gibt es den Spruch „If it’s not a hell yes, it’s a no.“ – Wenn Sie nicht vollem Herzen „JA“ zu einem Angebot sagen können, lehnen Sie es ab. Das gilt auch für das Erledigen von Gefallen für Kollegen.
5. Konsequent delegieren
Fördern Sie die Selbstverantwortung Ihres Teams und stecken Sie einen klaren Rahmen ab, in diesem Ihre Mitarbeiter frei agieren dürfen, ohne Sie um Erlaubnis zu bitten. Nutzen Sie Prozessanweisungen, um Unterbrechungen durch Rückfragen zu vermeiden. In regelmäßig vereinbarten Gespräch fragen Sie den aktuellen Stand ab und fokussieren sich auf neu aufgetretene Probleme.
6. Die Perspektive wechseln, Dankbarkeit ausdrücken
Wenn das Gedankenkarussell läuft, sehen wir häufig nur das, was schiefläuft und stresst. Unterbrechen Sie die negativen Gedanken bewusst, indem Sie Dankbarkeit ausdrücken, für das, was bereits gut ist. Das kann das Lächeln eines Kollegen sein, die frisch gebrühte Tasse Kaffee, die gerade vor Ihnen steht, der Arbeitsweg, den Sie heute gelassen und ohne Stau hinter sich gebracht haben – halten Sie es einfach. Schreiben Sie sich täglich drei Dinge auf, für die Sie dankbar sein können. Regelmäßig getan, werden Sie schon bald die Wirkung bemerken: Es sind nicht die Glücklichen, die dankbar sind. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.
7. Schalten Sie Push-Nachrichten aus
Jede neue Nachricht auf dem Smartphone ist ein zusätzliches To-do auf Ihrer Liste. Nehmen Sie sich bewusst Zeiten vor, in denen Sie Ihr Smartphone auf neue Benachrichtigungen prüfen. Lassen Sie es dazwischen in Ihrer Tasche liegen und schalten Sie es in den „Nicht stören“-Modus. Arbeiten Sie neue Meldungen in einem Block ab, anstatt immer wieder zwischen verschiedenen Tätigkeiten hin- und herzuspringen.
8. „Lead yourself, before you lead others“
Bedenken Sie: Nur wer sich selbst führt, kann auch andere führen. Ihre eigene Einstellung und Verhalten wirken sich unmittelbar auf Ihre Mitarbeiter und deren Leistungen aus. Fokussieren Sie sich zunächst auf sich und die Dinge, auf die Sie ganz allein, bevor Sie mit anderen Menschen in Kontakt kommen, Einfluss haben. Sie werden sehen, wie Sie mit wachsender Zuversicht langsam aus dem Stressmodus rauskommen und sich eine Gelassenheit aneignen. Die absolute Geheimwaffe, um den Jahresendstress souverän zu meistern, sich auf eine festliche Weihnachtszeit einzustellen und dann mit neuer Power in das nächste Jahr zu starten.
Autoren: Janina Kern, Karin Bacher
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