Kommentar: „Is sharing really caring? Nur die nachhaltigen Mikromobilitätsanbieter werden überleben!“

Berlin, 16.08.2019 (PresseBox) – Sharing gilt als einer der großen Trends im Mobilitätsbereich und stellt für viele eine zukunftsfähige Lösung städtischer Verkehrsprobleme dar. Aktuell machen E-Scooter-Sharingangebote allerdings mehr negative Schlagzeilen als positive: konzeptloser Service, Chaos auf den Bürgersteigen, prekäre Arbeitsbedingungen sogenannter Juicer und fragwürdige Sicherheitsstandards. Berlin, wo sich all diese Probleme konzentrieren und kumulieren, will nun Konsequenzen ziehen. eMobility-Experte Tobias Breyer vom Berliner GreenTech-Unternehmen Swobbee sieht darin eine folgerichtige Entscheidung und zeigt einen realistischen Ausweg auf, der Sharing, Bewohner und Umwelt miteinander versöhnen kann.
Ein Kommentar von Tobias Breyer, CMO bei Swobbee
„Sharing ist die Zukunft. In Städten macht es immer weniger Sinn, ein eigenes Auto zu besitzen geschweige denn, es in urbanen Ballungsräumen zu bewegen. Ein intelligenter, multimodaler Mobilitätsmix, der auf die Verknüpfung von ÖPNV und verschiedenen Sharingangeboten setzt, ist die Lösung, um den Verkehrsdruck auf Mensch und Umwelt zu reduzieren – und schneller sowie stressfreier ans Ziel kommt man am Ende auch, ganz ohne Parkplatzsuche.
In Berlin können wir allerdings gerade erleben, wie das ganze ausgeht, wenn kein Konzept dahinter steht. Das Ergebnis sind Chaos und genervte Anwohner. Damit es nicht so weit kommt wie in Paris, wo es sich Jugendliche zum Sport gemacht haben, die E-Scooter in die Seine zu werfen, will die Politik nun reagieren und vor allem dem E-Scooter- und Bike-Sharing einen geordneten Rahmen geben: feste Parkflächen sollen es richten. Ein notwendiger Schritt, aber bei Weitem nicht ausreichend.
Berlin will Parkflächen einrichten, super! Aber warum nicht gleich geeignete Lademöglichkeiten aufstellen und somit das Problem ernsthaft angehen? Eine adäquate urbane Ladeinfrastruktur für Mikromobilitätsanwendungen würde gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen: Sharinganbietern würde es somit erschwert, den gesamten Ladeprozess auf schlechtbezahlte, scheinselbständige „Juicer“ abzuwälzen, die nachts und auf eigenes Risiko die Akkus der Sharingfahrzeuge einsammeln und in ihren eigenen vier Wänden an Haushaltssteckdosen aufladen – was angesichts der sensiblen Lithium-Ionen-Batterien ein nicht unbeträchtliches Sicherheitsrisiko darstellt. Lithium-Ionen-Batterien müssen sach- und fachgerecht geladen werden, in einem größeren Maßstab, wie er bei Sharingflotten gegeben ist, empfehlen sich spezielle Ladeschränke mit intelligentem Lademanagement.
Swobbee hat die europaweit erste herstellerübergreifende Akku-Wechselinfrastruktur für Elektroleichtfahrzeuge wie E-Scooter, E-Bikes und E-Roller entwickelt. Die Swobbee Sharing Points, deren Serienproduktion kürzlich angelaufen ist, bieten eine kosten- und nutzenoptimierte Möglichkeit, die gängigen Lithium-Ionen-Batterien schnell und sicher direkt dort zu laden und aufzubewahren, wo sie benötigt werden. Dank ihres speziellen Designs nehmen sie im öffentlichen und halböffentlichen Raum nur wenig Platz ein und können somit gut in Sharing-Stationen und Mobilitäts-Hubs integriert werden.
Wir sind sowohl mit Kommunen als auch mit Sharinganbietern im Gespräch, erstere stimmen mit uns darin überein, dass der Mikromobilitätsmarkt nur wachsen wird, wenn es künftig sozialverträgliche Park- und Ladelösungen dafür gibt. Wir sind fest davon überzeugt, dass nur die Anbieter künftig die Nase vorn haben werden, die nachhaltig und innovativ agieren. Die Lösungen dafür sind bereits da. Was fehlt, ist der Wille und der Mut, neue Wege zu beschreiten!“
Der Kommentar steht bei Kennzeichnung des Autors zur freien Verwendung zur Verfügung. Tobias Breyer steht zudem gerne für Interviews und Hintergrundgespräche zur Verfügung. Bei Interviewanfragen sowie bei allen weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Sascha Brandenburg, s.brandenburg@m3e-gmbh.com

Unternehmen: GreenPack GmbH


Den Originalartikel finden Sie auf www.pressebox.de