Starkes Signal – MAI Carbon unterstützt Flugtaxi-Entwicklung

Augsburg/Ingolstadt, 31.07.2019 (PresseBox) – Am 02. Juli 2019 unterzeichnete Prof. Klaus Drechsler, Vorsitzender von MAI Carbon, in Ingolstadt ein Manifesto of Intent. Die Erklärung bekundet die Absicht, neuartige Mobilitätskonzepte mit Schwerpunkt Luftverkehr zu fördern und umzusetzen. Mit diesem offiziellen Festakt besiegelte Drechsler den Beitritt des bayerischen Spitzenclusters MAI Carbon zur Urban Air Mobility-Initiative (UAM) von Stadt und Region Ingolstadt. 64 Unternehmen, Hochschulen und Verbände aus dem gesamten Bundesgebiet gehören nun dem „Netzwerk zur Mobilität der Zukunft“ an, darunter neben den Leichtbau-Experten von MAI Carbon auch globale Schwergewichte wie Airbus, Audi oder Deutsche Bahn.
Den Einsatz von Fluggeräten für die urbane Mobilität wollen die Mitglieder der Ingolstädter Initiative „Urban Air Mobility“ in praktischen Studien erforschen. Gefördert u.a. von der Europäischen Kommission soll in Modellversuchen untersucht werden, welche Einsatzgebiete sinnvoll sind und wie Rahmenbedingungen gestaltet werden müssen.
MAI Carbon bringt Leichtbau-Expertise ein
Luftfahrt ist ein Bereich, in dem die Materialvorteile carbonfaserverstärkter Kunststoffe (CFK) ideal genutzt werden können. Das betont auch Prof. Drechsler: „Insbesondere für Luftfahrzeuge ist der Werkstoff aufgrund seiner Eigenschaften unerlässlich.“ Deshalb fährt der Vorstandsvorsitzende von MAI Carbon fort, „unterstützen wir gerne die Initiative aus Ingolstadt, um den bayerischen Luftfahrtstandort langfristig zu stärken“.
Drechsler weiß, von was er spricht, er ist Inhaber des Lehrstuhls Carbon Composites (LCC) an der Technischen Universität, Leiter der Fraunhofer-Einrichtung IGCV und Vorstandsvorsitzender des Spitzenclusters MAI Carbon des Carbon Composites e.V. (Augsburg). Bereits seit dem Jahr 2012 treibt MAI Carbon die Industrialisierung von CFK kontinuierlich voran und verbindet dabei zahlreiche Unternehmen und Forschungsinstitute. Sowohl Produktionskosten als auch Produktionszeiten konnten im Rahmen der erfolgreichen Netzwerk-Arbeit bereits erheblich gesenkt werden. „Damit ist MAI Carbon“, so Drechsler, „weltweiter Innovationstreiber im Bereich der Carbon Composites“ und ein potenter Partner im UAM-Netzwerk.
Kooperation als Schlüssel-Kompetenz
Sinnvoll und notwendig ist der „überregionale Schulterschluss“ durch die Mitgliedschaft bei UAM insbesondere im Hinblick auf die wirtschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart und der schon absehbaren Zukunft. Mehr noch, Zusammenarbeit bei Schlüsseltechnologien kann sich als entscheidender Wettbewerbsvorteil gegen mächtige, teils staatlich unterstützte Akteure etwa aus China erweisen.
Gerade erst setzte die Bayerische Staatsregierung mit einem 20-Mio.-Euro-Paket für die Leichtbau-Industrie mit Schwerpunkt Luftfahrt ein beeindruckendes Zeichen zur Förderung der Technologie-Region Augsburg. Für die landesweite Umsetzung dieses „BayLu“-Programms bietet sich MAI Carbon mit seinem einschlägigen Know-how und den bekannt guten Kontakten besonders an.
Das national und international aktive Netzwerk gehört als eigenständige Abteilung zum Dachverband Carbon Composites e.V. (CCeV) mit Hauptsitz in Augsburg. Der kooperative Gedanke ist gewissermaßen bereits im Namen programmatisch festgeschrieben. Denn MAI stand ursprünglich für München – Augsburg – Ingolstadt. Seitdem sind Anspruch und Aktivitätenfelder freilich erheblich gewachsen. „Heute“, betont MAI Carbon-Geschäftsführer Tjark von Reden, „steht die Marke MAI Carbon für Material – Innovation – Anwendung“. Ganz in diesem Sinne ist der Beitritt von MAI Carbon zur Urban Air Mobility-Initiative ein klares Bekenntnis zum weltweit wettbewerbsfähigen Leichtbau-Cluster in Bayern, Deutschland und Europa – ein Versprechen und eine Verpflichtung gegenüber Land und Leuten.

Unternehmen: Spitzencluster MAI Carbon


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