Umweltproduktdeklarationen für nachhaltiges Bauen

Frankfurt am Main, 23.07.2019 (PresseBox) – Die Nachhaltigkeit und Ökobilanz von eingesetzten Bauelementen und Systemen ist in der Baubranche ein essenzielles Entscheidungskriterium für Bauherren, Architekten und Planer. Der Fachverband für Fensterautomation und Entrauchung e. V. (VFE) hat seine Mitgliedsunternehmen bei der Erstellung  von Umweltproduktdeklarationen (EPDs) für „Elektrische Steuerzentralen und pneumatische Ventile/Alarmstationen“ sowie „Elektrische Antriebe und pneumatische Zylinder“ unterstützt. Die vom Institut für Fenstertechnik Rosenheim (ift) erstellten EPDs belegen die Nachhaltigkeit der Produkte.
Von der Wiege bis zur Bahre:
Umweltdeklarationen für RWA- und Lüftungsanlagen
Für die Erstellung der Umweltproduktdeklarationen wurden mit dem ift Rosenheim spezifi­sche Regeln, Anforderungen und Leitlinien – sogenannte Produktkategorieregeln (Product Category Rules – PCR) –  für die Produktgruppen der Antriebe und Steuerungen von natürlichen RWA- und Lüftungsanlagen erstellt. Diese spezifizieren im ersten Teil einheitlich geltende Rechenregeln für die Ökobilanz sowie für die Anforderungen an den Hintergrundbericht. Der zweite Teil regelt für jede Produktgruppe die individuellen Anforderungen an die Inhalte der EPD. Bei den EPDs handelt es sich um sogenannte Typ III Deklarationen, die auf Basis der EN ISO 14025 und EN 15804 erstellt wurden. Sie gelten ausschließlich für die genannten Produkte und beinhalten deren ökobilanzbasierten Indikatoren über den gesamten Lebenszyklus – von der Wiege bis zur Bahre.
VFE unterstützt nachhaltiges Bauen
Der Verband VFE setzt sich seit Bestehen aktiv für nachhaltiges Bauens ein. Dazu gehört die Erarbeitung und Bereitstellung umweltrelevanter Informationen in Form von extern verifizierten Umweltproduktdeklarationen. Sie zählen zu den wichtigsten Instrumenten für die Zertifizierung der Nachhaltigkeit von Gebäuden und enthalten objektive Fakten über die Auswirkungen von Produkten und Systemen über deren gesamten Lebenszyklus auf Mensch und Umwelt. Die Deklarationen dokumentieren Umweltwerte, wie etwa den Energieverbrauch, das Treibhauspotenzial und das Ozonabbaupotenzial durch Herstellung, Nutzung, Recycling und Verwertung. Auch die Beiträge der Produkte zur Ressourcennutzung, Versauerung, Überdüngung oder Smogbildung und – wenn relevant – auch zur Flächennutzung oder zur toxischen Wirkungen auf Menschen und Ökosysteme werden darin beschrieben.
EPDs als Basis für Gebäudezertifizierungen
EPDs sind eine notwendige Voraussetzung für die Gebäudezertifizierung. Sie eröffnen dem Bauherrn, Architekten und Fachplaner die Möglichkeit, die Nachhaltigkeit von Gebäuden zu belegen. Diese benötigen die Umwelt-Produktdeklarationen als Nachweis jedoch schon in der Planungsphase. Gebäude, die mit EPD-zertifizierten Produkten errichtet werden, lassen sich dank der umfangreichen Informationen und Bewertungen hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit bewerten, da alle für die Gebäudezertifizierung notwendigen Daten enthalten sind. Die umweltrelevanten Bewertungskriterien verschiedener Systeme zur Zertifizierung der Nachhaltigkeit von Gebäuden können damit erfüllt werden. Durch eine Gebäudezertifizierung wird nicht nur ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz geleistet, sondern auch der Immobilienwert kann so gesteigert werden.
Der VFE verfolgt das Ziel, die spezifischen Vorteile, Einsatzmöglichkei­ten und Funktionsweise der kontrollierten natürlichen Lüftung und Entrauchung über Fenster zu vermitteln. Natürliche Lüftungs- und Entrauchungssysteme sind im Vergleich zu ventilatorgestützten Systemen deutlich umweltschonender, sparen effektiv Energie und schaffen ein gesundes Raumklima. Auch zukünftig wird sich der VFE gemeinsam mit seinen Mitgliedsunternehmen für umweltschonende Lösungen und Produkte sowie das nachhaltige Bauen einsetzen.

Unternehmen: Verband Fensterautomation und Entrauchung e. V. (VFE)


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