Energieversorger 2017

Köln, 27.06.2019 (PresseBox) – Die Energieversorger haben im Jahr 2017 sowohl eine Steigerung beim Umsatz als auch bei den Ergebnissen verbuchen können. Dabei haben die Unternehmen mit mehr als 50 Mio. € Umsatz deutlich stärkere Verbesserungen erfahren als die kleineren Unternehmen.
Das Benchmarking Center Europe an der Universität zu Köln hat die Kennzahlen der Vermögens-, Kapital- und Ertragsstruktur der deutschen Unternehmen auf Basis von 54.604 Jahresabschlüssen in 2017 aus dem Bundesbankpool ermittelt. Auf Basis der Einzelabschlüsse aus Quellen, wie anonymisierte Angaben von Kreditinstituten und Kreditversicherern sowie Daten aus dem Refinanzierungsgeschäft der Bundesbank und aus öffentlichen Quellen. Für 56 Branchen und Subbranchen wurden die wichtigsten Kennzahlen zur Vermögens- und Ertragslage analysiert. Im Blickpunkt dieser Veröffentlichung stehen die Energieversorger.
Umsatzwachstum
Während die Gesamtwirtschaft in 2017 um 1,1 % gewachsen ist, weisen die 2061 Unternehmen der Energieversorger mit 7,8 % einen deutlich höheren Umsatzzuwachs auf. Dabei geht diese Steigerung vor allem auf die Unternehmen mit mehr als 50 Mio. € Umsatz zurück, deren Wachstum mit 7,9 % deutlich höher ausgefallen ist als bei den kleineren Unternehmen.
Umsatzrendite
Die Ergebniskennzahlen haben sich 2017 im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. So ist die Umsatzrendite bei allen Energieversorgern von 0,6 % auf 3,2 % in 2017 angestiegen. Deutliche Unterschiede zeigen sich bei der Unternehmensgröße: Unternehmen mit weniger als 50 Mio. € Umsatz haben zwar einen geringeren Umsatzzuwachs, aber deren Rendite ist doppelt so hoch wie bei den Größeren.
siehe Abbildung 1: Umsatzrendite
Deutliche Unterschiede sind auch bei den verschiedenen Unternehmen zu erkennen. So erwirtschaften die 25 % schlechtesten Unternehmen (25 Perzentil) nur 2,8 % Umsatzrendite, während die 25 % besten Unternehmen 20 % Umsatzrendite erwirtschaften.
Gesamtkapitalrendite
Auch bei der Gesamtkapitalrendite ist eine Verbesserung sichtbar, deutlicher bei den Unternehmen über 50 Mio. € Umsatz. Sie liegt sogar etwas höher als die Gesamtkapitalrendite aller Branchen mit 5,05 %.
siehe Abbildung 2: Gesamtkapitalrendite
Eigenkapitalrendite
Auch die Eigenkapitalrendite hat sich in 2017 deutlich verbessert. Vor allem bei den Unternehmen über 50 Mio. € Umsatz hat sie sich versechsfacht, während sie sich bei den kleineren Unternehmen von 8,2 % auf 9,6 % verbessert hat.
siehe Abbildung 3: Eigenkapitalrendite
Die Eigenkapitalrendite liegt bei den Energieversorgern über der der Gesamtwirtschaft mit 11,2 %.
Sowohl bei der Umsatzentwicklung als auch bei den Renditegrößen war 2017 eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr zu erkennen.
Interessant sind auch die folgenden Fragen:
Wie hoch sind die Material- und Personalkosten bei den Energieversorgern?
Wie hoch ist der Eigenkapitalanteil, die Anlagenintensität, Umlaufintensität, Forderungen in Tagen und Working Capital bei den Energieversorgern?
Das Center für kommunale Energiewirtschaft am INeKO, einem Institut an der Universität zu Köln, hat anhand der veröffentlichten Jahresabschlüsse aus 2017/18 von insgesamt 556 Energieversorgungsunternehmen und 194 Netzgesellschaften zwei aktualisierte Studien veröffentlicht. Dabei wurden neben den Abschlüssen der Unternehmen auch die Sparten Strom und Gas einer Analyse unterzogen. Die Analyse umfasst die wichtigsten 40 Kennzahlen und Daten zur Bewertung der Wirtschaftlichkeit. Dabei werden innerhalb der Unternehmensgrößen:
Energieversorger
der vier großen EVU
der acht größten Stadtwerke (8KU)
der Stadtwerke mit über 250 Mio. € Umsatz
der Stadtwerke mit 50 bis 250 Mio. € Umsatz
und der Stadtwerke bis 50 Mio. € Umsatz
Netzgesellschaften
Übertragungsnetzbetreiber
Netzbetriebe mit über 500 Mio. € Umsatz
Netzbetriebe mit über 50 bis 500 Mio. € Umsatz
Netzbetriebe mit bis 50 Mio. € Umsatz
Durchschnittszahlen ermittelt und die Kennzahlen der Unternehmen übergreifend verglichen.

Unternehmen: INeKO – Benchmarking Center Europe


Den Originalartikel finden Sie auf www.pressebox.de

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