Kritische Unternehmensgrößen in Software und Services IT-Unternehmen

Frankfurt, 18.06.2019 (PresseBox) – Die Wahrnehmung im IT-Markt ist die, dass man an einer Hand die entscheidenden IT-Player abzählen kann. Im ERP-Markt dominieren in Deutschland SAP und Microsoft. Dennoch haben diese „nur“ ca. 50% Marktanteil. SAP und Microsoft sind dabei bei nahezu allen Konzernen und Großunternehmen vertreten – dort dürfte der Marktanteil der NON-SAP/Microsoft Anbieter sehr niedrig ausfallen.
Betrachten wir nun die Klein- und mittelständischen Unternehmen, dominiert nicht mehr SAP & Co., sondern kleine mittelständische Softwareanbieter. Wir zählten unlängst ca. 940 Anbieter von Warenwirtschaftssystemen, die sich auf sogenannte vertikale Branchennischen spezialisiert haben.
Die Nischengröße bestimmt damit die möglichen Wachstumsgrößen die das Unternehmen erreichen kann. Alternativ müssten angrenzende Nischen „erobert“ werden, dies birgt natürlich auch Risiken.
Ist der Nischenmarkt größer, befinden sich meist mehrere starke Wettbewerber ebenfalls im Markt, mit denen man konkurrieren muss. Die Anforderungen an das Unternehmen sind dann gross und spätestens, wenn es notwendig wird, Team- und/oder Abteilungsleiter zu etablieren „menschelt“ es.
Nischenmärkte können ihre eigenen Konjunkturen haben und abseits der guten Gesamtkonjunktur sich in einer Rezession bewegen, was sich für die Softwareanbieter durchaus existenzgefährdend auswirken kann.
Wenn das Geschäftsmodell nicht stimmig ist, Ziele unklar und der/die Unternehmer noch im Unternehmen, anstatt am Unternehmen arbeiten, besteht eine größere Gefahr, dass es nicht gelingt geplantes Wachstum umzusetzen oder fort zu setzen.
Auffällig ist dies in Unternehmensgrößen von 25 + Mitarbeitern bis ca. 70 Mitarbeiter bei Softwareunternehmen. Bei IT-Services Unternehmen ist die kritische Unternehmensgröße in der Spanne von 1 Mio. € Umsatz bis ca. 10 Mio. € Umsatz zu sehen. Hier sind es vor allem die Vertriebswege und die Qualität der Prozessorganisation, die besondere Hürden für weiteres Wachstum darstellen.
Zusammenfassend sehen wir folgende erfolgskritische Faktoren für Softwareunternehmen:
Es sollte eine Vision und eine Strategie für das Unternehmen existieren, die konkret und meßbar die Ziele formuliert
Alleinstellungsmerkmale – anders als andere
Konstanter Vertrieb – ausgebildet – Nutzenorientierte Präsentation statt „feature fucking presentation“
Wenn möglich Vertriebspartnerschaften – und diese benötigen intensive Unterstützung
On-borading Prozess von neuen Mitarbeitern
Mitarbeitergewinnungsstrategien – hier benötigt man viele kleine Maßnahmen, die aber im Paket dafür sorgen Mitarbeiter erfolgreich zu gewinnen
Agiles Management und Softwareentwicklung mit neuen Technologien
Strategische Partnerschaften mit anderen Sofwareunternehmen
nicht alles selbst entwickeln wollen
Einsatz eines ERP-Systems, dass alle notwendigen Kennzahlen generiert
Ausgefeilte Servicestrategie und Ticketsystem das pro-aktiv genutzt wird.
Die derzeitige Konjunkturlage in der Softwarebranche lässt Unternehmenswachstum und gute Betriebsergebnisse zu. Deshalb besteht die Herausforderung für Softwareunternehmer gerade jetzt, trotz Mitarbeitermangels erfolgreich aus kritischen Unternehmensgrößen herauszuwachsen.
Der Lohn wird eine Reduzierung des Unternehmensrisikos sein und ein möglicher besserer Unternehmensverkaufspreis oder Rendite, die die Rente der Gesellschafter „versüßt“.

Unternehmen: connexxa Services Europe Ltd.


Den Originalartikel finden Sie auf www.pressebox.de

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*