Regionalstrom

Unna, 12.06.2019 (PresseBox) – Regional erzeugte Lebensmittel stehen auf der Beliebtheitsskala weit oben und werden vom Verbraucher oft als „bio“ eingestuft. Was sich im Lebensmittelhandel etabliert hat, wird sich aus Sicht von Arcanum Energy auch auf regional erzeugten Strom übertragen. Die Experten für nachhaltige Energieportfolien aus Unna sehen hier eine große Chance für Stadtwerke, ihre regionale Stärke zu nutzen und sich mit nachweislich regional erzeugtem Strom von Ökostrom-Discountern zu differenzieren. Das Anfang des Jahres vom Umweltbundesamt in Betrieb genommene Regionalnachweisregister (RNR) bietet die ideale Voraussetzung, die Belieferung aus regionalen EEG-Anlagen abzubilden.
Eigentlich ist Ökostrom nichts Besonderes mehr. Er ist mittlerweile zum Standardangebot geworden, zahlreiche Stadtwerke haben die gesamte Stromabgabe für Privat- und Gewerbekunden mit Herkunftsnachweisen „grün“ gestellt.  Der bundesweite Strommix weist ohnehin einen hohen EEG-Anteil aus und die Stromdiscounter drücken auch hier die Preise. Nun bietet das RNR Stromanbietern ein neues Differenzierungsmerkmal und das heißt “aus der Region“. Genau die Eigenschaft, mit der besonders Stadtwerke punkten können, zumal Regionalität laut Befragungen bei den Anforderungskriterien für Ökostrom ganz weit oben auf der Liste steht.
Einige Stadtwerke haben bereits diese Chance erkannt und sind in die Produktentwicklung eingestiegen. Neben Imagestärkung gehören Kundenrückgewinnung und Margenerhöhung zur Motivation. Viele Vertriebs- und Marketingleiter sind überzeugt: „aus der Region“ ist ein wichtiges Kaufkriterium. „Man muss schon genau hinsehen, dass man ein neues Regionalstromangebot mit den vorhanden Tarifangeboten in Einklang bringt. Aber auf keinen Fall sollte man sich von dem Aufwand des Regionalnachweisregisters abhalten lassen“ erläutert Vera Schürmann, Geschäftsführerin der Arcanum Energy Solutions GmbH und ergänzt „Außerdem gibt es Dienstleister, wie auch wir, die die Abwicklung übernehmen.“
Auch bei der Beschaffung der Regionalnachweise sind Stadtwerke deutlich im Vorteil. Durch den vom RNR vorgegebenen 50 km Radius ist die Ansprache von EEG-Anlagenbetreiber durch den Versorger vor Ort wesentlich einfacher und oftmals sind Stadtwerke selbst Betreiber oder zumindest an Anlagen beteiligt. Besonders bei diesen Konstellationen ist davon auszugehen, dass lediglich die vorgeschriebene Verringerung der Marktprämie in Höhe von 0,10 ct/kWh ausgeglichen werden muss und Regionalstrom keinen wesentlichen Aufpreis bedeutet. Sobald ein Stadtwerk die wichtigen Anlagen vor Ort für sich unter Vertrag hat, haben Wettbewerber keine Chance mehr, ein vergleichbares Produkt anzubieten.
Ein besonders spannender Ansatz ist die Kombination von regionalem Strom mit regionaler Wärme für Quartiersversorgungen als ökologisches Gesamtpaket. „Bei diesem Ansatz geht es darum, den Bewohnern die Herkunft des Stromes und die Qualität der Wärme mit einem CO2-Footprint und dem Anteil erneuerbarer Wärme auszuweisen. Als Nachweisexperten und Massenbilanzierer sind wir sogar in der Lage, in Kooperation mit den Vermietern jeder Wohneinheit verbrauchsgerecht ein Nachweiszertifikat auszustellen.“ stellt Holger Kligge, ebenfalls Geschäftsführer von Arcanum Energy, vor. Diese Produktkombination ermöglicht es, vertrieblich gleichzeitig Immobilieneigentümer als auch Mieter anzusprechen. „Auf jeden Fall sollten Stadtwerke die Chancen nachweislich regional erzeugter Produkte nutzen“ sind sich Schürmann und Kligge einig.

Unternehmen: ARCANUM Energy Solutions GmbH


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