Tausende Tonnen Plastik können eingespart werden: Albaad hat die Antwort auf die Plastikfrage im Babytuchsegment

Ochtrup, 16.04.2019 (PresseBox) – Die EU hat Einweg-Plastik den Kampf angesagt: Das Verbot von Besteck, Strohhalmen und Wattestäbchen aus Plastik kommt. Ebenfalls im Fokus stehen Einmal-Produkte, die einen hohen Kunststoffgehalt aufweisen wie beispielsweise Babytücher – für sie soll eine Kennzeichnungspflicht gelten. Wer nun denkt, dass diese Nachricht bei Europas größtem Feuchttuchhersteller Albaad Deutschland GmbH für Aktionismus oder gar Panik sorgt, sieht sich getäuscht: „Lieber heute als morgen“ würde Geschäftsführer Wolfgang Tenbusch die Fertigung von Babytüchern auf kunststofffreies Material umstellen. „Mit unseren Patenten und Fertigungstechnologien können wir die Antwort auf die Plastikfrage im Babytuchsegment geben. Der Markt muss sie nur annehmen“, sagt Tenbusch.
Das Material, das diese Antwort gibt, heißt Hydrofine. Es wurde von der Albaad Gruppe als rasch wasserlösliches und vollständig biologisch abbaubares Ausgangsmaterial für feuchtes Toilettenpapier entwickelt und besteht aus Cellulose und Viskosefasern. Das innovative feuchte Toilettenpapier wurde vor zwei Jahren unter den Eigenmarken von Drogeriemärkten und im Lebensmitteileinzelhandel erfolgreich am Markt etabliert. Mit den technischen Möglichkeiten der Albaad Deutschland GmbH kann die Festigkeit von Hydrofine so ausgesteuert werden, dass das Papier auch der mechanischen Beanspruchung eines Babytuches standhält. Über die Toilette entsorgbar sind Babytücher generell nicht. Doch selbst wenn ein solches Babytuch auf einem ungeregelten Entsorgungsweg in die Umwelt und damit in die Nahrungskette gelangt, was unbedingt zu vermeiden ist, würde es hier keinen Schaden anrichten, da es frei von Mikroplastik ist und Tiere die abbaubaren Fasern einfach ausscheiden. „Babytücher sind der größte Hebel zur Vermeidung von Plastikmüll im Feuchttuchmarkt“, sagt Tenbusch. Denn ein konventionelles Babytuch besteht heute zu 80 Prozent aus Polyester, das jährliche Absatzvolumen umfasst circa 200 Millionen Packungen allein in Deutschland, schätzt Tenbusch. Bei circa 120 Gramm Polyester pro Packung ergibt sich ein Einsparpotenzial von rund 24.000 Tonnen.
Einziger Nachteil ist ein Mehrpreis von circa 20 Prozent gegenüber Tüchern mit 80-prozentigem Polyesteranteil, der allein in den Materialkosten begründet ist. Für eine Familie mit einem Kind bedeutet das umgerechnet 25 Euro Mehrbelastung pro Jahr. „Diesen Mehrpreis versuchen wir gerade gegenüber Markenartiklern und Handel zu verargumentieren“, sagt Tenbusch. Denn Albaad produziert nur als Kontrakthersteller im Auftrag von Handelsunternehmen und Konsumgüterherstellern. „Ich fände es toll, wenn uns gemeinsam das gelänge, was der Einzelhandel in den vergangenen Jahren schon geschafft hat: Einkaufstaschen aus Plastik sind hier inzwischen die Ausnahme“, sagt Tenbusch zuversichtlich.

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