Steuerliche Herausforderungen für das Onlinebusiness

Hamburg, 26.03.2019 (PresseBox) – Das Onlinegeschäft, B2B wie B2C, boomt seit langem und hat weiter überdurchschnittliche Wachstumsraten. Erfolgreicher Vertrieb ist faktisch ohne den „Channel“ Internet nicht mehr denkbar. Das weckt Begehrlichkeiten – sowohl bei der ausländischen Konkurrenz als auch bei den Finanzbehörden weltweit. Es wundert daher kaum, dass seit einiger Zeit in verstärktem Maße die Besteuerung des Onlinegeschäfts Gegenstand der politischen Diskussion in Deutschland, in der EU und innerhalb der OECD ist. Besteuerungslücken sollen geschlossen, Wettbewerbsgerechtigkeit hergestellt und „der Steuerkuchen“ angemessen verteilt werden.
Mit der umsatzsteuerlichen Neuregelung elektronisch erbrachter B2B-Dienstleistungen wie Downloads o.Ä. ist spätestens seit 2015 EU-weit der erste Schritt gemacht. Seit Anfang 2019 müssen Onlinehändler den erweiterten Obliegenheiten im Zusammenhang mit den neuen Haftungs- und Archivierungspflichten der Plattformbetreiber nachkommen, um einer Geschäftsbeeinträchtigung vorzubeugen. Ab 2020 bedeuten die sog. „Quick Fixes“ in vielen Fällen eine Überprüfung der bisherigen Prozesse. Ab 2021, spätestens ab 2022, ist ein fundamentales Umdenken im B2C-Versandhandel mit der EU-weit einheitlichen Umsetzung des Bestimmungslandprinzips und dem „One-Stop-Shop“-System im Prinzip beschlossene Sache und eine erneute Änderung für Versandhandel über Onlineplattformen vorgesehen. Schließlich wird die derzeit für 2027/2028 geplante flächendeckende Einführung des Bestimmungslandprinzips auch das onlinebasierte B2B-Geschäft in erheblicher Weise treffen. Doch nicht genug mit der Umsatzsteuer…
Auch ertragsteuerlich besteht der politische Wille zu wesentlichen Anpassungen des vielen teils inkompatiblen, einkommen- bzw. körperschaft- sowie gewerbesteuerlichen Besteuerungskonzepts bezüglich onlinebasierter Geschäftsmodelle. Die schwerpunktmäßig wegen der „GAFA“-Geschäftsmodelle und deren lückenhafte Besteuerung in der Diskussion befindlichen Themen wie Betriebsstättenbegründung durch Auslieferungsläger oder aufgrund einer „significant digital presence“ haben auch weitreichende Bedeutung für alle übrigen Akteure im grenzüberschreitenden Onlinegeschäft.
Im Seminar erhalten Sie Orientierungshilfen, was im Onlinegeschäft bereits beachtet werden muss, auf Sicht relevant ist und künftig angedacht wird. Zudem bekommen Sie einen Überblick über die Entwicklungen und Anforderungen in ausländischen Staaten und erhalten Hinweise und Tipps, wie Sie mit Ihrem Single-, Multi-, Cross- oder Omnichannel-Ansatz damit umgehen und sich vorbereiten können. Steuerliche Herausforderungen für das Onlinebusiness Brennpunkt: E-Commerce – Digitalpaket, Umsatzsteuerreform, Digitalsteuer & Co.
Anmeldungen per E-Mail an info@schomerus.de oder unter http://www.schomerus.de/veranstaltungen
 

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