Studierende mittel- und osteuropäischer Hochschulen qualifizieren und vernetzen sich

Rastatt, 21.03.2019 (PresseBox) – Das neue HAURATON EUROPEAN STUDENT PROGRAM – kurz HESP – feiert erste Erfolge. Nur wenige Monate nach Gründung des akademischen Nachwuchsprogramms für Studierende und Professoren bautechnischer Fakultäten aus acht mittel- und osteuropäischen Ländern sind bereits starke Netzwerke zwischen dem badischen Unternehmen und den Teilnehmern und Teilnehmerinnen aus Kroatien, Slowenien, Serbien, der Slowakei und Bulgarien, Ungarn, Rumänien und Moldawien entstanden. Auch erste Forschungsergebnisse konnten in wissenschaftlichen Kooperationen erzielt werden.
Diplom bei HESP schafft Verbindungen für die Zukunft
Toni Udovč, slowenischer Student für Hydrotechnik an der Fakultät für Bauingenieurwesen, Verkehrstechnik und Architektur in Maribor, stellt mit seiner Diplomarbeit eines der Erfolgsbeispiele dar. Er nahm im Frühsommer 2018 an einer der ersten beiden Veranstaltungen am Hauraton-Stammsitz in Rastatt teil und konnte im dortigen Praxistraining durch seine Kompetenz und Kommunikationsfähigkeit sofort die Aufmerksamkeit der deutschen Experten auf sich ziehen. Aufgabe der Studierenden war es, eine spezifische Entwässerungslösung zu planen, neben der passenden Kanallösung deren Installationskosten zu berechnen und dem Expertenkreis die Komplettlösung vorzustellen. Ergebnis: Eine Aufgabe – viele Lösungen. Die Studierenden „spielten“ in ein und demselben Projekt mit zahlreichen in Frage kommenden Hauraton-Produkten und setzen sie auf sehr unterschiedliche Weise effizient ein. Für Toni Udovč ging es nach dem intensiven Fachdialog in Rastatt sogar noch weiter: Er vertiefte nicht nur seine Fachenglischkenntnisse innerhalb kürzester Zeit, sondern startete unter der Regie seines Mentors Matjaž Nekrep Perc sowie in Zusammenarbeit mit Hauraton eine Diplomarbeit mit dem Titel „Entwässerung und Rückhaltung von Regenwasser aus städtischen Gebieten“. Darin sammelt und analysiert er via Drohnenflugzeug Verbrauchsdaten der slowenischen Stadt Maribor zur Renovierung und Entwässerung einer Verkehrsachse. Mit dem Programm DroneDeploy übertrug er die Daten in ein 3D-Modell, um schließlich gemeinsam mit Hauraton die hydraulischen Berechnungen und Kostenschätzungen anzufertigen. Ergebnis: Abschluss mit Bestnote und Erwerb des Titels Bachelor of Civil Engineering. Das Projekt hat nicht nur ihm die akademische Würde gebracht, sondern beiden Seiten einen grenzüberschreitenden Kontakt für die Zukunft gefestigt – eben dem Ziel von HESP: Es geht darum, (angehende) Fachleute aus verschiedenen Ländern zusammenzubringen, ihnen für künftige Spezialaufgaben Wissen zu vermitteln und Netzwerke zu schaffen. Kontakte und Expertise sollen grenzüberschreitend entwickelt werden, denn professionell durchgeführte und erfolgreiche Entwässerungsprojekte brauchen hohe, international gültige Standards in allen Ländern.
„Die Stipendiaten unseres Förderprogramms qualifizieren sich in einem mehrstufigen Auswahlverfahren direkt an ihren heimischen Hochschulen“, sagt Senior Export Manager Ulrich Krause, der bei Hauraton die Gründung von HESP initiiert hat. „Der Bedarf an Fachwissen über Entwässerung ist in den mittel- und osteuropäischen Ländern extrem hoch.“
„Eine Plattform für den Experten-Nachwuchs“
In Kooperation mit den Hochschulen werden Studierenden höherer Semester bei HESP gezielt Vorträge, Exkursionen und Praxis-Workshops angeboten. In Rastatt erwartet die künftigen Ingenieure neben Werksführungen, Seminaren und Gesprächen mit den deutschen Experten ein praxisorientiertes Programm, u.a. zu Herausforderungen im Rinneneinbau oder komplexen Hydraulikberechnungen. Eine Initiative wie HESP ist bisher in Fachkreisen einmalig. Die nächsten beiden Workshop-Termine finden bei Hauraton Mitte April und Mitte Mai 2019 statt.

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