Die „Osmiumstory“

Baierbrunn, 14.09.2018 (PresseBox) – Bis vor kurzem kannte man Osmium nur aus dem Chemieunterricht bei der Besprechung des Periodensystems der chemischen Elemente. Die Verbreitung von Osmium auf dem Weltmarkt lag nahe null. Heute ist Osmium der Geheimtipp schlechthin, als das letzte Edelmetall der Welt.

Sensationell ist allerdings die Geschichte der Verbreitung und die Zufälle, die dazu geführt haben, dass Osmium mittlerweile als eines der wertvollsten Anlage- und Schmuckmetalle im Markt angesehen wird.  

Die Story liest sich wie ein Dan Brown Roman, doch tatsächlich hat es sich so zugetragen.

Die Story

Wie oft in der Wissenschaft nahmen zwei Personen dieselbe Aufgabe an verschiedenen Orten in Angriff. In diesem Fall passierte das in Russland und parallel in der Schweiz. Vor einigen Jahrzehnten machten sich die begeisterten Chemiker und Metallurgen an die Aufgabe, Metalle und speziell Edelmetalle zu kristallisieren. Dahinter stand nicht der direkte Wunsche eine Anwendung zu finden, sondern die beiden Forscher waren unabhängig voneinander von dem Wunsch beseelt in der Chemie etwas zu erreichen, was noch nie jemandem gelungen war. Mit einer solchen Tat wird man in der Chemieszene zu einer Legende.

Beide Chemiker errreichten einen Punkt in ihrer Arbeit, an dem ein Weiterkommen unmöglich schien. Aus diesem Grund konsulierten Sie das beginnende Internet und fanden sich auf elektronischem Wege. Schon die ersten Treffen machten klar, dass es eine Zusammenarbeit geben würde und der russische Partner zog unter erheblichen Schwierigkeiten in die Schweiz, um dort seine Arbeit unter verbesserten Bedingungen fortzusetzen.

Nun arbeiteten sie zusammen wie besessen an dem Prozess der Kristallisation. Das Ziel: Metalle in eine Form zu bringen, die auf den ersten Blick natürlichen Ursprungs zu sein scheint, in Wirklichkeit aber einfach nur einem komplexen Verfahren folgt.

Am ehesten vergleichbar ist die Edelmetallkristallisation wohl mit dem künstlichen Züchten von Diamanten, welches ebenfalls unter extrem hohem Druck und sehr hohen Temperaturen stattfindet. Allerdings ist das Wachstum von Kristallen aus der Gasphase heraus ungleich komplexer und vor allem wegen der hohen Drücke in den Zuführungsleitungen gefährlicher.

Tatsächlich hatten die beiden Männer in ihrem Labor auch eine Explosion, die nur durch Zufall so vergleichsweise glimpflich ausging.

Eine der ersten Erkenntnisse war, dass jedes Edelmetall unter ganz besonderen, stark von anderen Metallen abweichenden Bedingungen wächst. Es sind in der Regel vermutlich zwischen 140 und 200 in Folge durchgeführte Kristallisationen pro Metall nötig, um die Parameter itterativ Stück für Stück anzupassen. Da ein Kristallisationszyklus bis zu drei Monaten dauert, kann es, um die richtigen Einstellungen zu finden, insgesamt bis zu 40 Jahre dauern. Besonders wichtig ist es hierbei die Öfen in der richtigen Weise zu bauen und die richtigen Sicherheitsmaßnahmen bei der Arbeit zu finden und zu ergreifen.

Mit dem ersten Erfolg im Jahr 2012 zog der Schweizer Part des Duos nun in die Welt des Edelmetallhandels und begann Partner zu suchen, die kristalline Edelmetalle einsetzen und verkaufen würden.

Zuerst stieß er auf taube Ohren, denn die Banken und Finanzdienstleister der Edelmetallbranche erkannten nicht, auf welcher Goldgrube diese Entdeckung stand. Unser Schweizer Freund besuchte Messe um Messe ohne Erfolg.

Dann jedoch stieß er auf einen Wissenschaftsjournalisten. Dieser hatte jahrelang wissenschaftliches Fernsehen gemacht, sich selber an Minen beteiligt und deswegen in Folge den internationale Sender namens Commodity-TV gegründet. Aus Zufall gab es in der Sendergruppe auch Finanzsender, die die andere Seite des Handels mit Edelmetallen beleuchtete, nämlich den Absatzmarkt.

Die beiden Männer stießen im Jahr 2013 in Deutschland auf der Gold- und Edelmetallmesse aufeinander. Mit der Aussage: „Ich kann Osmium kristallisieren“ begann das Gespräch und mit einem besiegelnden Handschlag zur Zusammenarbeit endete es.

Innerhalb nur einer Woche wurde beschlossen, wie eine Produktionslinie aufgebaut werden könnte und wie bzw. in welcher Form Osmium auf den Markt für Anleger gebracht werden sollte. Es wurde ein weltweit gültiger Exklusivvertrag geschlossen, der die Zusammenarbeit sprichwörtlich in Osmium goß.

Denn Osmium in seiner Reinform als Osmium-Schwamm ist giftig. Nicht jedoch kristallin. So konnte ein Metall auf den Markt gebracht werden, das dort das allererste Mal auftauchte. Eine neue Assetklasse war geboren. Es startete der Siegeszug des seltensten Edelmetalls der Welt.

Bald jedoch wurde klar, dass Osmium erklärungsbedürftig war und dass es einen Zweitmarkt zum Wiederverkauf für Anleger geben musste. Die Arbeit mit Zoll- und Steuerbehörden vieler Länder während der letzten Jahre führte dazu, dass Osmium nun über Institute in den Markt gebracht wird, die Osmium international zertifizieren. Die Anlegersicherheit stand an erster Stelle bei den folgenden Überlegungen zur Einführung des Osmium Identification Codes.

Zitat, Ingo Wolf (Direktor des deutschen „Osmium-Institut zur Inverkehrbringung und Zertifizierung von Osmium GmbH“): „ Die Geschichte, die Osmium an den Markt gebracht hat, liest sich wie ein Krimi, jedoch beginnt nun gerade ein Siegeszug des Sunshine Elements, der ohne Gleichen ist.“

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