Einführung in die Kryptoanalyse und Kryptographie

Kassel, 31.08.2017 (PresseBox) – Kryptographie ist fast so alt wie die Menschheit. Schon im Altertum haben Menschen geheime Informationen chiffriert. Gemeint sind nicht Hieroglyphen oder Runen – obwohl auch diese nur einer eingeweihten Gruppe von Menschen verständlich waren.

Kryptographie beeinflusst Geschichte

Die Rede ist vielmehr von Figuren wie Cäsar, der Schriftstücke im Gallischen Krieg durch eine Buchstabenverschiebung im Alphabet verschlüsselt hat. Oder auch Maria Stuart, die das Entschlüsseln eines ihrer Briefe durch Elisabeth I. das Leben gekostet hat. Aber auch von der Vigenere-Verschlüsselung im 16. Jahrhundert oder der Enigma-Maschine im 2. Weltkrieg. All das sind historisch sehr interessante Fallbeispiele für die gesellschaftliche Relevanz der Kryptographie über die Jahrhunderte hinweg.

Der Vortrag von Matthias Altmann richtet sich an Einsteiger. Er bietet eine Einführung in die Kryptographie und das Knacken von verschlüsselten Texten.

Dazu gibt er einen geschichtlichen Abriss zum Thema, so dass aktuelle Fragen besser verstanden werden können. Inhalte sind ferner die mono- und polyalphabetische Verschlüsselung* sowie die symmetrische und asymmetrische Verschlüsselung. Die einzelnen Themen sollen anhand konkreter Beispiele verdeutlicht werden. Mathematik wird nur dort berührt, wo es für den Einstieg absolut notwendig ist.

Kryptographie ist wesentlich für die IT-Sicherheit

Aber nicht nur in der Geschichte ist Kryptographie von großer Bedeutung, sie ist es auch in der Software-Entwicklung. Denn die Bedrohungsszenarien des digitalen Zeitalters sind vielfältig – und sie liegen im Internet. Die Mittel der Kryptographie können hier ein wesentlicher Baustein sein, die Software von Unternehmen oder kritischen Infrastrukturen wirksam gegen unbefugte Zugriffe aus dem Netz zu schützen.

*Die monoalphabetische Verschlüsselung (auch monoalphabetische Substitution) verwendet bei der Umwandlung des Klartextes in den Geheimtext Zeichen eines einzigen Alphabetes, des so genannten Schlüsselalphabets. Die polyalphabetische Verschlüsselung verwendet hingegen, wie auch der Name verrät, mehrere Alphabete zur Chiffrierung.

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